07.10.26: Protest gegen AfD Landtagspräsidenten
Viele Stimmen. 20 Artikel. Ein Grundgesetz.
FDGO-Aktion macht das Grundgesetz zur konstituierenden Sitzung des Landtags hörbar
Am 6. Oktober 2026 wurden vor dem Landtag gemeinsam die ersten 20 Artikel des Grundgesetzes verlesen. Hintergrund war die konstituierende Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt.
Mehrere Hundert Menschen folgten der Einladung.
Der lautstarke Protest richtete sich gegen die Wahl eines AfD-Kandidaten zum Landtagspräsidenten.
In der konstituierenden Sitzung wurde der AfD-Politker Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten
und Dr. Hanns-Thomas Tillschneider zu dessen Vertreter gewählt. Die AfD ist vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft worden.
Kurz nach der Wahl meldete sich Susan Sziborra-Seidlitz zu Wort, die Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt
"Der Präsident leitet die Sitzungen. Er wacht über die Rechte der Abgeordneten, unabhängig davon, wer künftig regiert oder in der Opposition sitzt. Er vertritt unser Parlament nach außen. Er spricht zu besonderen Anlässen und auch zu den dunkelsten Jahrestagen unserer Geschichte und er ist formal der höchste Repräsentant unseres Bundeslandes.
Dieses Amt verlangt es, sich als Vertreter des Landes und seines Landtages zu verstehen, nicht als Vertreter einer Partei. Es verlangt die Bereitschaft, die Würde und die Rechte aller zu schützen, gerade auch derjenigen, deren Überzeugung man nicht teilt.
Wer dieses Amt einem Vertreter einer rechtsextremen und verfassungsfeindlichen Partei überträgt, der trägt Verantwortung dafür, was daraus wird. Diese Verantwortung lässt sich weder hinter parlamentarischen Gepflogenheiten verstecken noch mit dem Hinweis auf die stärkste Fraktion erledigen. Ein Vorschlagsrecht, das zweifelsohne besteht, nimmt niemandem die Verantwortung für die eigene Stimme ab.
Wir Grünen haben diesen Vorschlag für einen Präsidenten abgelehnt und wir werden unsere Gründe und die politische Bedeutung dieses Moments auch künftig jeden Tag beim Namen nennen."
Die FDGO-Aktion, das Bündnis Solidarisches Magdeburg und die Vereinigung Kultur ist Vielfalt und Heimat den Protest organisiert.
Der Name FDGO bezieht sich auf die freiheitlich demokratisch Grundordnung.
Der Spitzenkandidat der AfD Ulrich Sigmund trat vor die Demonstranten, jedoch nicht um das Gespräch zu suchen sondern um medienwirksame Bilder zu produzieren.





