Rezension Kinderbuch Juni von der Farbe
Juni von der Farbe und ein Sommer voller Superpläne erschien am 23.02.2026 im arsedition Verlag und richtet sich an Kinder ab acht Jahren.
von der Autorin Nathalie Buchholz mit farbenfrohen Illustrationen, die Lust auf das Abenteuer machen, von Barbara Jung.
In dem winzigen Dorf namens Nuss, das eigentlich nur aus einer einzigen Straße ohne Namen besteht und in dem gerade einmal vier Häuser stehen, lebt die achtjährige Juni zusammen mit ihrem älteren Bruder Bodo und ihren Eltern, die beide Künstler sind. Gegenüber befindet sich das sogenannte Fledermaushaus, ein Gebäude, das seit vielen Jahren unbewohnt ist und deshalb immer ein wenig geheimnisvoll wirkt. In diesem Haus sind inzwischen Fledermäuse eingezogen und bewohnen es nun.
Doch eines Tages ziehen in das Fledermaushaus neue, ziemlich seltsame Nachbarn ein und plötzlich beginnen in Nuss merkwürdige Dinge, die niemand so recht erklären kann. Als Juni und Bodo eines Abends vom Dachboden ihres Hauses aus hinüber zum Fledermaushaus schauen, entdecken sie unheimliche, bedrohlich wirkende Schatten, die sie sofort stutzig machen. Sie fragen sich, was in diesem Haus eigentlich vor sich geht und was es mit dem rätselhaften Schild auf sich hat, auf dem steht: „Hier wohnt und haut Familie Hauer“. Sofort entwickelt Juni einen Superplan, der allerdings nicht so funktioniert, wie sie es sich vorgestellt hat, weil ständig irgendetwas dazwischenkommt und ihre Ideen durcheinanderbringt. Nach mehreren Aktionen finden Juni und Bodo schließlich heraus, dass ihre Eltern und die Eltern von Amalia Laxi und Leonrod Laxi Hauer etwas Gemeinsames haben.

Für die Leserinnen und Leser gibt es dabei immer ein kleines Rätsel zu lösen, das die Geschichte zusätzlich belebt und neugierig macht. Insgesamt entsteht so ein spannendes Abenteuer, das sich besonders gut für Leseanfänger eignet.
Die Randbemerkungen sind ein wenig zu viel, sodass die Leserinnen und Leser schneller abgelenkt sein und der Geschichte nicht gut folgen könnten. Ein weiterer Punkt betrifft die Geschichte selbst: Die Grundidee ist zwar lustig, doch es passiert nicht wirklich etwas Spannendes, sodass der Verlauf an einigen Stellen etwas dahinplätschert. Dadurch zieht sich die Geschichte insgesamt ein wenig in die Länge. Auch die Rätsel wirken dadurch nicht spannend. Insgesamt hätte man die Geschichte an einigen Stellen noch ein wenig weiter ausbauen können.
Trotz dieser Punkte ist es ein gut leserliches Buch für Leseanfänger. Zudem ist es ein schön gestaltetes Buch.
Dana Schallenberg, Redakteurin kulturmdTV Magdeburger Stadtfernsehen, Studentin BA Journalismus



