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Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken. Der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland wird in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen ausgeschrieben.
Dieses Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“.
Insgesamt vergibt die Körber-Stiftung 50 Preise an die bundesbesten Arbeiten: fünf erste Preise - je 2.500 Euro, 15 zweite Preise - je 1.500 Euro - und 30 dritte Preise - je 750 Euro. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat kürzlich die Erstpreisträger im Schloss Bellevue ausgezeichnet.
Die Schülerin Anne Grabo aus der Lutherstadt Wittenberg hat einen ersten Preis beim Wettbewerb gewonnen. In ihrer Arbeit widmet sich Anne der Geschichte der 1948 in Polen und der Tschecheslowakei initiierten Internationalen Radfernfahrt für den Frieden. Ab 1952 führte diese auch nach Ost-Berlin. Ausgehend von ihrer persönlichen Begeisterung für den Radsport untersuchte sie die Verbindung des Amateur-radrennens mit der politischen und gesellschaftlichen Situation der DDR.


Neben der Recherche von Fachliteratur und Archivmaterialien führte die Schülerin mehrere Interviews mit ZeitzeugInnen.
Die Zehntklässlerin reflektiert die internationale Friedensfahrt als Antwort auf ein außenpolitisches Manko der 50er und 60er Jahre: die Anderen als gleichberechtigt zu akzeptieren, und trotz Unterschiede in der Gesellschaftsordnung eine Grundlage für gemeinsames Handeln zu finden.

Beim 27. Geschichtswettbewerb beteiligten sich trotz der Corona-Pandemie bundesweit mehr als 3.400 Kinder und Jugendliche. Die Beiträge zeigen eindrucksvoll, wo der Sport in unsere Gesellschaft hineinwirkt.

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