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Kurz vor der Landtagswahl gab es eine „Probewahl“ für Migranten in Sachsen-Anhalt. Zielgruppe waren Personen, die aufgrund ihrer ausländischen Staatsbürgerschaft kein Wahlrecht haben. An 5 Standorten im Land konnten sie probeweise ihre Stimme abgeben. Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. organisierte die 2. Auflage dieses Beteiligungsformats - wegen der Corona Pandemie diesmal als Onlinewahl.
Das Ergebnis der Probewahl zeigt eine andere Verteilung der Stimmen als am Wahlsonntag.
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die CDU deutlich gewonnen. Und auch die Mehrheit der Migranten würde die Christdemokraten wählen. Die Partei käme auf 37 Prozent, gefolgt von der SPD mit 21 Prozent.


LAMSA sieht die Probewahl als ein Stimmungs- und Demokratietest. Das Ergebnis soll zeigen, wie begeistert die Menschen vom politischen System sind. Leider fiel die Beteiligung der MigrantInnen enttäuschend gering aus. Nur knapp 300 Personen haben ihre Stimme abgegeben.
Die Akteure plädieren auf ein Wahlrecht für alle. Stehen einem keine vollständigen Rechte als Bürger inmitten der Gesellschaft zu, sei das ein Teilhabedefizit. Fehlende Teilhabe gefährde die Demokratie. Auf demokratische Stimmen könne keine Partei verzichten. Gerade, weil die gesellschaftliche politische Lage  nach wie vor brisant sei. Rechtsextremistische und rassistische Bedrohungen blieben real.
Das Projekt  „Partizipation ohne Stimmzettel“ wird gefördert durch das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit.

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