Rezension Otto Brusatti: Der Gaukler mit Beethoven & Co.

Der Autor und Musikwissenschaftler Otto Brusatti verwebt das Leben eines Taugenichts, einer der unspektakulär existiert, mit einem „Beethovenbuch nach dem 250. Geburtstag“ und es ist „ein Abgesang auf die Neue und Alte Musik.“ Der Musik-Roman „Der Gaukler mit Beethoven & Co. erschien Anfang 2022 im Morio Verlag. Die Ankündigung lässt aufhorchen: „Dieses Buch ist eine große Zumutung.“ Und weiter: „Es beschreibt die Überwindung von oft eingebildeter Krankheit (an der Musik?) [...] Es lügt, dass sich die Balken biegen, und balanciert auf diesen doch stets der Wahrheit entgegen. Es offeriert einen kleinen und neuen Kosmos.“


In diesem Kosmos lebt Edgar Arnold David Niehaus (EADN) – geboren 1968 in der DDR mit seinem „voll angeblich fehlerunauffälligen Sozialsystem“ – starb doch seine Mutter bei der Geburt durch einen ärztlichen Flüchtigkeitsfehler. Die ersten Jahre verliefen „scheinbar ereignislos“. Edgar besuchte, dank des Vaters, eine Schule für Partei-Kinder. Er sollte in die sozialistische Linie des Vaters einschlagen, entschied sich aber für Musik. Mit dem Ende der DDR beginnt das abenteuerliche Leben des Edgar – seine Biografie und musikalische Karriere immer mal anpassend. Auch mal Hochstapler der Musik genannt.
Über eine WG in West-Berlin gleich nach dem Mauerfall schlägt er sich an Hochschulen durch, sogar in Wien, lebt recht gut von Stipendien. Der Autor Brusatti versteht es, seinen Lesern eine geistvolle Satire zu offerieren. Er erzählt und hinterfragt die Reise durch das Leben von Edgar. Alles endet schließlich musikalisch und vor allem tragisch auf einem Kreuzfahrtschiff.

Der Gaukler, der mit Beethoven & Co. per Du ist, überfordert sogar die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die hierin zugibt: „Beethoven ist eindeutig zu groß für mich, nicht zu fassen.“

Der Autor Otto Brusatti wurde 1948 in Zell am See geboren, er lebt in Wien. Nach dem Studium der Musikwissenschaft, Geschichte und Philosophie arbeitete er immer wieder und bis heute für die deutschsprachigen Medien, lehrend an Universitäten und inszenierend an Theatern. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen, rund 40 Bücher.

Salka-Valka Schallenberg

Rezension Otto Brusatti: Der Gaukler mit Beethoven & Co.

Rezension Otto Brusatti: Der Gaukler mit Beethoven & Co.

Rezension Otto Brusatti: Der Gaukler mit Beethoven & Co.

Der Autor und Musikwissenschaftler Otto Brusatti verwebt das Leben eines Taugenichts, einer der unspektakulär existiert, mit einem „Beethovenbuch nach dem 250. Geburtstag“ und es ist „ein Abgesang auf die Neue und Alte Musik.“ Der Musik-Roman „Der Gaukler mit Beethoven & Co. erschien Anfang 2022 im Morio Verlag. Die Ankündigung lässt aufhorchen: „Dieses Buch ist eine große Zumutung.“ Und weiter: „Es beschreibt die Überwindung von oft eingebildeter Krankheit (an der Musik?) [...] Es lügt, dass sich die Balken biegen, und balanciert auf diesen doch stets der Wahrheit entgegen. Es offeriert einen kleinen und neuen Kosmos.“


In diesem Kosmos lebt Edgar Arnold David Niehaus (EADN) – geboren 1968 in der DDR mit seinem „voll angeblich fehlerunauffälligen Sozialsystem“ – starb doch seine Mutter bei der Geburt durch einen ärztlichen Flüchtigkeitsfehler. Die ersten Jahre verliefen „scheinbar ereignislos“. Edgar besuchte, dank des Vaters, eine Schule für Partei-Kinder. Er sollte in die sozialistische Linie des Vaters einschlagen, entschied sich aber für Musik. Mit dem Ende der DDR beginnt das abenteuerliche Leben des Edgar – seine Biografie und musikalische Karriere immer mal anpassend. Auch mal Hochstapler der Musik genannt.
Über eine WG in West-Berlin gleich nach dem Mauerfall schlägt er sich an Hochschulen durch, sogar in Wien, lebt recht gut von Stipendien. Der Autor Brusatti versteht es, seinen Lesern eine geistvolle Satire zu offerieren. Er erzählt und hinterfragt die Reise durch das Leben von Edgar. Alles endet schließlich musikalisch und vor allem tragisch auf einem Kreuzfahrtschiff.

Der Gaukler, der mit Beethoven & Co. per Du ist, überfordert sogar die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die hierin zugibt: „Beethoven ist eindeutig zu groß für mich, nicht zu fassen.“

Der Autor Otto Brusatti wurde 1948 in Zell am See geboren, er lebt in Wien. Nach dem Studium der Musikwissenschaft, Geschichte und Philosophie arbeitete er immer wieder und bis heute für die deutschsprachigen Medien, lehrend an Universitäten und inszenierend an Theatern. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen, rund 40 Bücher.

Salka-Valka Schallenberg