Rezension Michael Pantenius, Die Umsegelung der Welt

James Cook und die Suche nach dem Südland” morio Verlag / Mitteldeutscher Verlag

Michael Pantenius, geb. 1938, Kulturwissenschaftler und promovierter Historiker ist Autor zahlreicher Bücher. Kürzlich erschien sein Buch  „Die Umsegelung der Welt. James Cook und die Suche nach dem Südland” im morio Verlag.
Der Autor erzählt nicht nur über die Suche von James Cook nach dem Südland aufgebrochen im Sommer 1772. Er stellt auch den Naturforscher Johann Reinhold Forster und dessen Sohn Georg in den Mittelpunkt, die James Cook begleiteten. So verwebt sich die Geschichte der abenteuerlichen Reise mit den Gedanken des Botanikers Forster, der wohl 17 Sprachen spricht und versteht. Michael Pantenius ist selbst zur See gefahren und hat sich diese Seemannstradition lange erhalten. All das fließt in seine Geschichte ein angereichert mit zahlreichen historischen Fakten.

Mit dem Buch weckt der Autor vielleicht eine alte Tradition. So schreibt er im Nachwort, dass die Kinder vor sechzig, siebzig Jahren noch: Karl May, Robinson Cruso, Jack London oder die Reisen von James Cook lasen. Gern erinnert er sich an seine eigene Zeit, in der er diese Bücher entdeckte.
Andererseits holt Michael Pantenius jemanden aus der Schublade. Der Naturforscher Johann Reinhold Forster ist im Gegensatz zu seinem Sohn Georg recht unbekannt. Zur Weltumsegelung von 1779 verfassten beide einen Reisebericht von 1.282 Seiten. Aufgrund englischer Restriktionen veröffentlicht unter dem Namen des Sohnes Georg. So setzt der Autor den drei großen Entdeckern: James Cook, Johann Reinhold und Georg Forster ein würdiges Denkmal.