Rezension Robert Moor „Wo wir gehen. Unsere Wege durch die Welt“

Das Buch von Robert Moor „Wo wir gehen. Unsere Wege durch die Welt“, erschienen im Verlag Suhrkamp Insel, ist tiefsinnig und spannend zugleich.
Der Autor, US-Amerikaner, lebt in British Columbia. Robert Moor ist leidenschaftlicher Wanderer, Journalist und Autor. All das verbindet er zu einer Spurensuche auf Wegen und Pfaden quer durch die Natur intensiv gewürzt mit Wissenschaft.
Robert Moor stellt sich immer wieder Fragen, wie „Warum wählen wir im Zweifel lieber befestigte Wege statt Trampelpfade? Warum finden Ameisen scheinbar mühelos ihren Weg durch unbekanntes Terrain? Und warum haben Lebewesen überhaupt begonnen, sich von einem Ort fortzubewegen?“
Es ist ihm wichtig, nicht nur in Büchern seine Antworten zu finden sondern auch alles zu erleben, mit eigenen Augen zu sehen. So begibt sich der Autor selbst auf die Wege der Ameisen, fragt Forscher und Wissenschaftler. Er reiste sieben Jahre lang rund um den Globus, beschritt große Routen ebenso wie schmale Cherokee-Pfade – und setzte sich der Wildnis aus.
Der Autor schreibt über sein Werk: „Dieses Buch hat sich auf einem zugegeben verschlungenen und kurvenreichen Weg auf die Suche nach der Weisheit der Wege gemacht. Diese Weisheit braucht man, um sein Ziel auf dem Weg durch eine unbekannte Landschaft zu erreichen […].“
Das ist es, was „Unsere Wege durch die Welt“ so interessant macht. Alles kompakt auf wenigen Seiten in Kapiteln zusammengefasst, bildreich erzählt, mit erlebten Geschichten und Begegnungen kombiniert.