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    Elberadweg Tangermünde-Magdeburg-Dessau

    Der Elberadweg ist unumstritten der beliebteste Fernradweg in Deutschland. Für jeden Naturliebahber und Radfan ein Musthave. In Sachsen-Anhalt geht der Radweg durch das Biosphärenreservat Mittlere Elbe. Wir hatten uns bereits 2007 auf den Radweg gemacht -mit Kamera- und haben den Elberadweg verfilmt. Ganze 700 km, von Meißen bis ins Alte Land. Nun war es an der Zeit zu reflektieren. Entstanden ist ein Film, der in wenigen Minuten interessante Eindrücke vom Elberadweg von Tangermünde bis Dessau vermittelt. Eine Produktion als Lokalfernsehen des Landes im Auftrag der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur Sachsen-Anhalt im Jahr 2015.

     

     
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Forschungsprojekt Otto Nagel Stand der Dinge November 2019

Wir werten derzeit 1.500 Seiten Aktenmaterial aus.

Auf etwa 500 Seiten aus dem Büro des Staatssekretärs für Kultur der DDR haben wir umfangreiche Hinweise gefunden, die den repressiven Druck seit dem Tod von Otto Nagel auf die Familie deutlich machen. Daran lässt sich erkennen, dass die sogenannte Schenkung der Tochter Otto Nagels an den Staat nicht freiwillig erfolgt ist.
Die Eltern wurden an der Nase herum geführt. Man hat ihnen scheinbar Zugeständnisse gemacht, damit sie der Schenkung zustimmen würden. Tochter und Witwe Nagel wurden gegen einander ausgespielt.
Die Sprache ist bewusst verwirrend. Jeder noch so starke Druck auf die Familie wird immer so dargestellt, dass jeder daraus freiwilliges Handeln  durch die Familie ableiten muss.
Wir können damit gleichwohl die Aussagen der Eltern gegenüber Journalisten nach 1990 über diese Machenschaften untermauern.



Das Prozedere um die Schenkung selbst ist detailliert geschildert. So kann man nachvollziehen, was da abgelaufen sein muss.
Die Tochter Nagels spielt seit dem bei der künftigen Betrachtung des Nachlasses keine Rolle mehr. Vielmehr wird sie aktiv ausgeschlossen.


Wir können nachvollziehen, wie anfangs Staat und Familie gemeinsam das Otto-Nagel-Haus in Berlin entwickelt haben. Ein Kuratorium aus Museumsleuten, Humboldt-Universität, Magistrat der Stadt Berlin und der Familie traf sich dazu regelmäßig.
Aus Sitzungsprotokollen konnten wir den Bestand an Nagel-Werken im Besitz von Museen erfahren. Ziel war es, die bedeutendsten Werke Nagels in diesem Otto-Nagel-Haus als Dauerleihgaben zu platzieren.

Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass Werke Otto Nagels gegen Devisen (DM) das Land DDR verlassen haben bzw. verlassen sollten.
Aufgrund dessen fragten wir bei den Museen nach, die Otto-Nagel-Werke im Bestand haben. Wir wollten wissen, ob der Bestand noch vollständig ist.
Bei den Einrichtungen, die auf die Frage antworteten, wurde diese Frage positiv beantwortet.
Allerdings stellte sich heraus, dass in späterer Zeit noch Werke in den Bestand kamen. Daraus ergibt sich ein weiterer Forschungsansatz.

Darüber hinaus finden sich Anhaltspunkte, dass die Familie bei der Vorbereitung von Publikationen und Ausstellungen behindert wurde.

Die politische Vereinnahmung Nagels durch die Kulturfunktionäre der DDR tritt plastisch hervor.
Dazu dient die Ausstellung zum 90. Geburtstag des Künstlers 1984 als prägnantes Beispiel. Hier wurde z.B. seinen Herkunft aus dem Berliner Wedding komplett ignoriert und negiert. Eine Ehrung durch das Kunstamt Wedding in West-Berlin stuften die Kulturfunktionäre als „Pseudo-Ehrung“ ein. Die Tochter durfte nicht zur Veranstaltung fahren.

Neben den Devisen sind Gier, Neid und Missgunst starke Motivation, um an den Nachlass heran zukommen.

Aus dem Aktenbestand des Amtes für offene Vermögensfragen Berlin kann man deutlich Verfahrensfehler ableiten. Vorgelegte Beweise wurden z.T. überhaupt nicht berücksichtigt.

Der Argumentation der Eltern folgte man eher nicht.

Verbindungen zum MfS lassen sich im Augenblick nur vermuten, jedoch noch nicht belegen. Die Stasi hatte einige Familienmitglieder erfasst, alles weitere ergibt sich nach Einsicht in vorhandene Akten.




 

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weltoffen

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Zweiheimisch-Diwan

Live-Vernissage eines Orient-Wiki für Magdeburg / Interkulturprojekte aus Magdeburg präsentieren Lyrik, Kalligrafie zum Mitmachen, Musik, Bücher


Unter dem Titel „Zweiheimisch-Diwan“ luden Magdeburger Interkulturprojekte zum Mitmachen und Feiern ins EineWeltHaus in der Schellingstraße ein. Der „Orient-Wiki für Magdeburg“ sammelt und gestaltet in Zukunft interkulturelle Geschichten und Biografien zwischen Ankommen, Weggehen und Hierbleiben, von Magdeburg bis Indien, von Tatarstan bis in die Börde. Die neue Zweiheimisch-Bibliothek Magdeburg des ICATAT e.V. beherbergt die größte Sammlung tatarischer Bücher  mit etwa 4000 Exemplaren. Darüber hinaus finden sich dort einige tausend Bücher in über einem Dutzend Sprachen.

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Neuer Jüdischer Friedhof geweiht

Ein Zeichen für Heimat

12.09.18. Wie man weißt wurde die Synagoge in Magdeburg durch die Nazionalsozialisten zerstört und die jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebten von ehemals 2000 noch ca. 200 jüdische Menschen in der Stadt. Inzwischen erinnern über 400 Stoplersteine an jüdische Mitmenschen. Seit langem machen die Wochen der jüdischen Kultur eben diese sichtbar. Straßen tragen Namen jüdischer Menschen wie etwa Otto Schlein oder Naomi Rubel. Nun konnte die jüdische Gemeinde einen neuen Friedhof in Magdeburg weihen. Ein Zeichen für Heimat.
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Interview Christoph Dieckmann "Mein Abendland"

"Mein Abendland. Geschichten deutscher Herkunft"

Es ist ein Buch über Identitäten. Christoph Dieckmann spürt die historischen Wurzeln der Gegenwart auf. Salka Schallenberg traf den Autor auf der Leipziger Buchmesse 2017 zum Gespräch über deutsche Wurzeln, Heimat und ein verlorenes Land.
 

für Demokratie

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Daniel Weißbrodt stellt Zukunftsvision in der Stadtbibliothek vor

Bedingungsloses Grundeinkommen im Jahr 2050

Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 - 2050

 

Bedingungsloses Grundeinkommenn für alle als Alternative zum bisherigen Sozialstaat wird nicht nur in Deutschland seit vielen Jahren diskutiert, zumal es unsicher erscheint, ob auch in Zukunft noch ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sein werden. Daniel Weißbrodt entwirft in seinem Roman den Weg zu einer Gesellschaft, in der jeder ohne Voraussetzungen die Mittel zu einem auskömmlichen Leben bezieht.

Wir trafen den Autor kurz vor seiner Lesung in der Stadtbibliothek zum Gespräch

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20 Jahre Miteinander e.V.

Im Mai 1999 hat sich Miteinander e. V. als Träger zivilgesellschaftlicher Arbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gegründet. Seitdem vernetzt er zivilgesellschaftliche Initiativen, berät demokratische Akteure und Akteurinnen, unterstützt Opfer rechter Gewalt, bildet Fachkräfte fort und informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungen in den Themenfeldern der Vereinsarbeit.

Das passt nicht jedem. So ist der Verein Miteinander e.V. erklärter Feind  der AfD.

20 Jahre Miteinander e. V. – das sind 20 Jahre Engagement und Kompetenz
für eine offene und demokratische Gesellschaft.

 

 

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Rezension 1989 Lieder unserer Heimat.

Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden.


„1989 Lieder unserer Heimat. Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden“, so der neugierig machende Titel eines aktuellen Buchs aus dem Verlag „Glücklicher Montag“ in Leipzig.
Die DDR ist heutigen Jugendlichen nur noch aus Erzählungen oder über Geschichtsbücher zugänglich. Für viele Ostdeutsche ist die untergegangene DDR noch heute ein Lebensgefühl, vererbt durch die Familie. Ein Großteil der Jugendlichen aus den westlichen Ländern weiß dazu kaum etwas. Den meisten ist jedoch die SED-Diktatur ein Begriff.

Der Almanach spiegelt Erinnerungen von den damals jungen Menschen in der DDR wider. Die Vielfalt  der Themen vermittelt einen prägnanten Einblick in das Alltagsleben in dem mit Staatsgrenze abgeschirmten Land.
Themen wie Schule, Abitur, Studium, Umwelt, Freizeit, Frauenrechte, Scheidung, Sport, Kunst und Musik stehen gleichberechtigt neben einander. Der Wehrdienst in der DDR wird in Zusammenhang mit dem Schießbefehl an der Innerdeutschen Grenze gebracht.
In kurzen leicht verständlichen Texten kann sich die Leserschaft sehr gut in das Thema DDR einfühlen. Unterbrochen durch Illustrationen und Liedtexten des Leipziger Cartoonisten und Trickfilmers Schwarwel.
„Der Klub der Intelligenz“, ein witzige Umschreibung für ein Glossar, erklärt wichtige Begriffe aus dem DDR-Alltag.
Die meisten Texte sind eindeutig aus Sicht der Opfer von SED und Stasi geschrieben. Trotz allem gab es  auch ein ganz normales Leben. Genau das, versucht dieses Buch gleichermaßen darzustellen.

Darüber hinaus wird ein Blick auf die friedliche Revolution im Herbst 1989 geworfen. Ebenso bedeutend die Zeit nach dem Ende der DDR: Hier das rote Tuch Treuhand und deren Folgen für Millionen Ostdeutsche. Und der Umbruch, ein Gefühlsrausch zwischen Glück über die Freiheit und Existenzangst gleichermaßen. Das heutige Lebensgefühl wird von dieser Erfahrung mitbestimmt.
Ein Buch zum immer wieder durchblättern, reinlesen und innehalten.

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