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    Entlang der Straße der Romanik Teil 2

    25 Jahre Straße der Romanik

    Die Straße der Romanik: Ein Touristisches Projekt wird 25 Jahre. Ausgangspunkt ist Magdeburg. Von hier aus missionierte Kaiser Otto die Slawen, gründete Klöster und Schuf das Erzbistum Magdeburg. Die romanischen Orte sind steinernde Zeugen für die Politik Ottos des Großen. Alle Wege führen immer wieder nach Magdeburg. 
     
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Als Enkeltochter von Otto Nagel unterstütze ich gern die Aktivitäten des „Initiativkreises Otto Nagel 125“.  Nach all den Jahren, in denen er als Künstler immer mehr in Vergessenheit geriet, ist es eine Chance, Otto Nagel auch als Kulturpolitiker ins rechte Licht zu rücken.

Projekt: Annäherung an den Großvater Otto Nagel



Auf publizistische Weise möchte ich mich auf verschiedenen Ebenen Otto Nagel nähern.

1. persönlich

Meinen Großvater Otto Nagel konnte ich nicht mehr kennen lernen. Mit meinen Eltern lebte ich, wie meine Großeltern, in Berlin-Biesdorf. In dem Wohnhaus meiner russischen Großmutter Walentina Nagel war ich bis zu ihrem Tod 1983 sehr oft. Hier kam ich Otto Nagel näher. In seinem Atelier war er als Künstler für mich immer präsent. Diese Erinnerungen sind bis heute ein wichtiger Teil meines Lebens.

2. als Künstler und Kulturpolitiker in verschiedenen Epochen des 20. Jahrhunderts

Die gesellschaftspolitischen Kontexte – Weimarer Republik, NS-Zeit, DDR – sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere die zahlreichen Freundschaften zu Künstlern und anderen gesellschaftlichen Akteuren spiegeln sein Wirken wider.

3. die Zeit in der DDR bis zu seinem Tod 1967, als Präsident der Akademie der Künste

Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung „Otto Nagel - Berliner Stadtlandschaften, Porträts und Dokumente“ im Mitte Museum am 27. März 2008 gab es einen interessanten Vortrag. Die Kunsthistorikerin
Beatrice Vierneisel stellte unter dem Titel „Otto Nagel und die Akademie der Künste“ den Konflikt Otto Nagels mit der Kulturpolitik der SED vor dem Hintergrund der Formalismusdebatte heraus. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Akademie der Künste und dem Freundeskreis Otto Nagel e.V. .
Zum 50. Todestag von Otto Nagel 2017 hielt  Wolfgang Brauer, Vorsitzender des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf, im Rahmen einer Veranstaltung im Schloss Biesdorf einen Vortrag unter dem Titel „Hochgeehrt und kaltgestellt. Otto Nagels Biesdorfer Jahre“.  Auch in diesem kommt wieder das angespannte Verhältnis Otto Nagels zur Kulturpolitik der DDR zur Sprache.

Dies, und meine persönlichen Erlebnisse in meiner Kindheit im Haus meiner Großmutter Walentina Nagel und nach ihrem Tod, bewogen mich, diese Zeit zu erforschen. In Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur versuche ich das Zusammenspiel zwischen den Kulturfunktionären der DDR und Otto Nagel bzw. seinem künstlerischen Erbe zu ergründen. Im besonderen Maße will ich die unmittelbare negative Einflussnahme auf die Familie Schallenberg-Nagel durch die DDR-Funktionäre analysieren.

Hintergrund:

Salka-Valka Schallenberg

geb. 1972 als 3. Enkelkind von Otto und Walentina Nagel
bis Februar 1986 Wohnort in Berlin-Biesdorf, 1986-1990 mit den Eltern in Kuwalk lebend,
seit 1990 Magdeburgerin
Journalistin, Autorin regionaler Literatur (Sachsen-Anhalt), TV-Moderatorin für kulturmd Stadtfernsehen Magdeburg



Otto Nagel

nach 1945 bis zu seinem Tod 1967
- nach Kriegsende maßgeblich am kulturpolitischen Aufbau der DDR beteiligt
- stellvertretender Landesvorsitzender (später Vorsitzender) des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands in Brandenburg
- 1950-1952 Erster Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler
- 1956 bis 1962 Präsident der Akademie der Künste Ost
- hielt auch in der DDR an einer gesamtdeutschen Kultur fest (über den Kulturbund und über Westberliner Akademie der Künste)
- Konflikt mit der Kulturpolitik der SED (1950er Jahre Formalismusdebatte)
- 1962 aus seinem Amt als Präsident der Akademie der Künste verdrängt
- 1965 protestierte mit Bildern gegen den Abriss der alten Häuser des Fischerkiezes zugunsten von Neubauten


Otto Nagel - der proletarisch-revolutionäre Künstler der DDR (in der DDR offiziell so bezeichnet)

- seit 1970 Ehrenbürger von Berlin
- 1973 Eröffnung Otto-Nagel-Haus für seinen künstlerischen Nachlass (durch meine Eltern bis 1978 geführt)
- 1980er Jahre Erweiterung Otto-Nagel-Haus für „proletarische und antifaschistische Kunst der DDR“

aktuelle Rezeption zu Otto Nagel

- 2008 die Ausstellung „Otto Nagel - Berliner Stadtlandschaften, Porträts und Dokumente“ im Mitte Museum Berlin (in Bezug auf das Archiv, dass sich seit 2007 bei der Akademie der Künste befindet)
- 2010 Ausstellung „Die verlorene Stadt“ Käthe-Kollwitz-Museum Berlin
- 2012 Ausstellung „Otto Nagel (1894–1967). Orte – Menschen, Schloss Berlin-Biesdorf

In der Ausstellung waren Ölbilder und Pastelle des Künstlers aus der Kunstsammlung der Akademie
zu sehen, die mit der freundlichen Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung
restauriert werden konnten.

Teilnahme an Ausstellungen

- 2017 „Käthe Kollwitz und ihre Freunde“ Sonderausstellung des Käthe Kollwitz Museum, Berlin aus Anlass
des 150. Geburtstages der Künstlerin
- 2017/18 „Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen“, Frankfurt am Main, Schirn Kunsthalle
- 2017/18 „Berlin 1937 – im Schatten von morgen“ Märkisches Museum Berlin
- 2018  „Die Schönheit der großen Stadt, Berliner Bilder von Gaertner bis Fetting“ Stadtmuseum Berlin, Museum Ephraim-Palais
- 2018 „Berliner Realismus. Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix“ , Bröhan-Museum Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus, ab Herbst 2019 im Käthe Kollwitz Museum Köln
- 2018/19 „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919-1939 und 2008-2018“, Kunsthalle Mannheim
- 2018/19 „Freiheit, Die Kunst der Novembergruppe 1918–1935“, Berlinische Galerie Museum für moderne Kunst

Kontakt:

Gern stehe ich für Fragen zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Telefon 0391/81909690


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weltoffen

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Neuer Jüdischer Friedhof geweiht

Ein Zeichen für Heimat

12.09.18. Wie man weißt wurde die Synagoge in Magdeburg durch die Nazionalsozialisten zerstört und die jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebten von ehemals 2000 noch ca. 200 jüdische Menschen in der Stadt. Inzwischen erinnern über 400 Stoplersteine an jüdische Mitmenschen. Seit langem machen die Wochen der jüdischen Kultur eben diese sichtbar. Straßen tragen Namen jüdischer Menschen wie etwa Otto Schlein oder Naomi Rubel. Nun konnte die jüdische Gemeinde einen neuen Friedhof in Magdeburg weihen. Ein Zeichen für Heimat.
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17. CSD in Magdeburg

Zwei Wochen Programm mit 30 Veranstaltungen

Das Motto: pausenlos Bunt Damit setzt die LSBTI* Community Magdeburgs auf Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Sexuelle Vielfalt gilt als Selbstverständlichkeit, die akzeptiert wird - Diskriminierung darf keinerlei Raum bekommen. Das Motto steht besonders als Zeichen der dauerhaften Sichtbarkeit und soll zum Ausdruck bringen, dass man sich zu keinem Zeitpunkt  verstecken sollte.
Es sei viel erreicht worden. Die Ehe für alle - eine sehr große Errugnenschaft.
Dennoch sei der CSD mit der öffentlichen Demonstration auch in Magdeburg noch immer nötig, so lange es Diskriminierungen und Beschimpfungen gebe. Es gehe auch darum, erkämpfte Rechte zu verteidigen.


Der CSD fordert u. a. ein Benachteiligungsverbot wegen sexueller und geschlechtlicher Indentität. Dieses soll bis zum Frühjahr 2019 in der Landesverfassungvon Sachsen-Anhalt verankert werden. 2016 hatten die Regierungsparteien CDU, SPD und Grüne im Koalitionsvertrag die Aufnahme der Merkmals in Artikel 7 Absatz 3 der Landesverfassung zugesagt. 
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10 Jahre Alrahman-kulturelle Erziehung in Magdeburg

Begegnen, aufeinander zugehen und Verständnis entwickeln

Die Alrahman-kulturelle Erziehung für Kinder und Jugendliche wird 10 Jahre.
Die muslimische Gemeinde Magdeburg verfolgt dabei das Ziel, die Kultur der aufnehmenden Gesellschaft und die der eingewanderten Mitbürger in Einklang zu bringen. Dadurch möchte die man einen Beitrag leisten, dem Entstehen von Parallelgesellschaften in Magdeburg und Umgebung entgegen zu wirken. Ebenso will man  ein respektvolles Miteinander in der Schule und im Alltag schaffen.
In der Vergangenheit wurden hier bereits 370 Kinder geschult.
Jeden Samstag kümmern sich 20 ehrenamtliche Mitglieder der Gemeinde um muslimische Kinder und Jugendliche in Magdeburg und Umgebung.

für Demokratie

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20 Jahre Miteinander e.V.

Im Mai 1999 hat sich Miteinander e. V. als Träger zivilgesellschaftlicher Arbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gegründet. Seitdem vernetzt er zivilgesellschaftliche Initiativen, berät demokratische Akteure und Akteurinnen, unterstützt Opfer rechter Gewalt, bildet Fachkräfte fort und informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungen in den Themenfeldern der Vereinsarbeit.

Das passt nicht jedem. So ist der Verein Miteinander e.V. erklärter Feind  der AfD.

20 Jahre Miteinander e. V. – das sind 20 Jahre Engagement und Kompetenz
für eine offene und demokratische Gesellschaft.

 

 

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Daniel Weißbrodt stellt Zukunftsvision in der Stadtbibliothek vor

Bedingungsloses Grundeinkommen im Jahr 2050

Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 - 2050

 

Bedingungsloses Grundeinkommenn für alle als Alternative zum bisherigen Sozialstaat wird nicht nur in Deutschland seit vielen Jahren diskutiert, zumal es unsicher erscheint, ob auch in Zukunft noch ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sein werden. Daniel Weißbrodt entwirft in seinem Roman den Weg zu einer Gesellschaft, in der jeder ohne Voraussetzungen die Mittel zu einem auskömmlichen Leben bezieht.

Wir trafen den Autor kurz vor seiner Lesung in der Stadtbibliothek zum Gespräch

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Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn im Gespräch

Neue Gräben zwischen Ost und West?

Wiederaufkeimendes „Wessi-Bashing“ auf der einen Seite, dezentes Desinteresse auf der anderen: Im Jubiläumsjahr des Mauerfalls erscheinen die innerdeutschen Verhältnisse alles andere als harmonisch. Vor diesem Hintergrund war der Bürgerrechtler und Bundesbeauftragte der Stasi-Unterlagen Roland Jahn am Mittwoch, 16. Oktober, zu einem öffentlichen Gespräch mit dem Journalisten Bastian Wierzioch unter der Überschrift „30 Jahre nach der friedlichen Revolution: Neue Gräben zwischen Ost und West?“ um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg zu Gast.

 

Wir sprachen mit Roland Jahn im Vorfeld der Veranstaltung.

Länge ca. 17 min

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