Kunst

100 Jahre Bauhaus: Paul Klee war 10 Jahre Meister am Bauhaus

Klee schuf viele tausend Ölbilder, Zeichnungen und Aquarelle. Außergewöhnlich an seinen Bildern sind ihr hintergründiger Humor, ihr philosophischer Bezug und ihre feine Nuanciertheit in Form, Farbe und Schattierung. Klee wurde beeinflusst von Theater, Lyrik, Musik, und Literatur. Er verknüpfte scheinbar naive Malerei mit strengen Kompositionen.
Besonderen Reiz auf seine Arbeit hatte die schlichte Kraft von Kinderbildern.


Die ersten Puppen, die Paul Klee für seinen Sohn Felix schuf, waren die Klassiker Kasperl, Gretl, Tod und Polizist.  Die Puppen benötigten eine Bühne.  Der Junge wollte mit ihnen spielen und kleine Aufführungen vor Publikum zeigen.
So baute ihm der Vater eine. Ein großer Bilderrahmen mit Stoffresten beklebt, der in der Türöffnung zwischen Wohn- und Schlafzimmer hängte.

Zunächst war er Formmeister, in der Buchbinderei, der Glasmalerei, der Metall und der Webereiwerkstatt. Später leitete er in Dessau eine freie Malklasse
Sein größter Verdienst am Bauhaus lag in seinem theoretischen Unterricht. Themen wie Farbe, Räumlichkeit oder geometrische Formen bilden den Kern seiner Gestaltungslehre.

Die Ausstellung ist bis Ende Januar 2020 zu sehen.

 

 

 

Geflüchteter syrischer Künstler zeigt Werke in der Stadtbibliothek Traumata des Krieges und der Unterdrückung

Hinter dem Bürgerkrieg in Syrien verbergen sich unzählige Schicksale Einzelner wie das des syrischen Künstlers Rimon Alsoliman, der in Magdeburg Zuflucht gefunden hat. Seine Acrylbilder und plastischen Kollagen spiegeln den Verlust der Heimat und Existenz aus der Sicht eines unmittelbar Betroffenen.

Der Bildhauer und Grafiker wirkte zuvor mehr als 20 Jahre lang als bildender Künstler und war in leitender Verwaltungsfunktion für Kunsterziehung an den Schulen in und rund um die heute zerstörte Stadt Homs verantwortlich. Der Krieg nahm ihm sein Haus, in dem er mit seiner Frau und drei Söhnen lebte, und seine Existenzgrundlage. Heute kann Rimon Alsoliman seinen künstlerischen Beruf nicht mehr ausüben, doch bereits in der Flüchtlingsunterkunft begann er mit einfachen Mittel zu zeichnen und fertigte später auch plastische Kollagen mit Stoff, Metall und Silikon. In seinen Werken verarbeitet er die Erinnerungen an Syrien, die traumatischen Erfahrungen der Unterdrückung und eines verheerenden Kriegs.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. September in der Stadtbibliothek am Breiten Weg zu sehen

 

Jenseits der Leere

Das harte Material des Glases und des Ventilators, die runden Formen der Skulpturen und schnell wird klar, dass Christopher John Smith mit seinen Skulptueren über den Raum, die Form im Raum und über die Wirkung der Form nachdenkt.

Er benutzt Dinge, die andere nicht mehr gebrauchen können. Es ist nicht einfach Müll, wie er uns im Interview erzählt. Im Gegenteil, jeder Gegenstand hatte einen Sinn. Der Künstler versucht diesen aufzuspüren. In der Kombination erhalten die Gegensände eine neue Seele.

Die Ausstellung ist bis Ende September 2019 zu sehen.

Die Stadt im Wandel der Zeit

Die Hubbrücke wurde Mitte der 1990ger Jahre stillgelegt. Dank eines privatenInvestors konnte die Brücke in der Vergangenheit zum Teil restauriert werden. Heute ist sie nur für Fußgänger passierbar.

 
 

Umfangreiche Ausstellung zum Werk des Künstlers im Kunstmuseum Kloster unser lieben Fraun.

 

Gezeigt werden insbesondere neue Arbeiten aus de rSerie St. Paul. Seit Oktober 2018 gibt es bereits ein Bodenbild des Künstlers in der mittelalterlichen Kirche im Kunstmuseum. Die Ausstellung mit ihren rund 400 Zeichnungen öffnet den Blick auf das aktuelle Werk von Martin Assig und nimmt Bezud auf die Entstehungsgeschichte des etwa 100 m² großen Bodenbildes

Still und gebunden im Rätsel ihrer Erfindungsgabe öffnet die ungewöhnliche Bildwelt von Martin Assig viele Türen zu subjektiven Spiegelungen beim Betrachter. Den Zugang schaffen die Einfachheit, Wiederholung und Flächigkeit seiner Motive, verbunden mit einem hoch sensiblen Farbsinn. Als hätte der Künstler die Gabe, unter dem sichtbaren Äußeren das verborgene Innenleben hervorzukehren, wirken seine Werke oft wie Umschriften, in denen uns ein inneres Seelenleben in schlichten Mustern oder treffenden Aussagen begegnet.

Interview auf der Buchmesse 2018

29.03.18.Februar 2012 die Zollfahndung Lindau beschlagnahmt in der Münchner Wohnung von Cornelius Gurlitt seine Sammlung aus über 1500 Kunstwerken. Der „Schwabinger Kunstfund" ging monatelang durch die Medien, Werke von Paul Cézanne, Édouard Manet, Claude Monet und Henri Matisse sowie Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt Rottluff, Emil Nolde, Franz Marc und Max Beckmann sind darunter. Immer wieder ist von NS-Raubkunst die Rede. 2014 zeigte Arte die Dokumentation „Der seltsame Herr Gurlitt". Der Produzent Maurice P. Remy, Dokumentarfilmer, Regisseur und Autor vor allem zu zeitgeschichtlichen Themen, zeigte schon damals, dass der Fund sehr viele Fragen aufwirft und nicht pauschal einzuschätzen ist. Maurice P. Remy konnte den Fall Gurlitt nicht ad acta legen und veröffentlichte Ende 2017 das gleichnamige Buch im Europaverlag. Für seine umfangreichen Analysen und Recherchen hat er insgesamt 3 Jahre alles hinterfragt und seine Schlüsse gezogen. In seinem Buch geht er zurück in die Zeit als die Sammlung ihren Anfang nahm, die 1930er Jahre. Sehr detailliert stellt Maurice P. Remy die politischen Umstände dar, in der der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, Vater von Cornelius, gewirkt hat und skizziert dessen Leben. Dem Leser zeigt der Autor auf, wie NS-Raubkunst zu verstehen ist. Wichtig ist Maurice P. Remy zudem, was es für die Museen und Künstler bedeutet hat, dass die Nationalsozialisten zahlreiche Werke als entartete Kunst einstuften. Dies ist umso wichtiger, um der spektakulären Sammlung den schädlichen Ruf „NS-Raubkunst“ zu nehmen und den wahren Wert für die deutsche Kunstgeschichte herauszustellen. Ein spannendes Buch, dass sich wie ein Krimi liest, aber unmittelbar vor unserer Haustür sich wahrhaftig so abgespielt hat.

Kunstworkshop für das Mahnmal "Peace Monument - Floris Pax" 

15.08.18. In der Stadtbibliothek Magdeburg wurde die Ausstellung "Friedensdenkmal für Magdeburg"eröffnet. Bis zum 31. August werden die Ergebnisse im vierten Obergeschoss der Zentralbibliothek auf der "Magdeburg-Etage" präsentiert.  Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sachsen-Anhalt hat das Friedens-Workcamp in Magdeburg ausrichtet. Die Beiträge dieses Kunstworkshops fließen in das Mahnmal "Peace Monument - Floris Pax" ein, das als Gemeinschaftswerk von mehr als 2000 Beiträgern demnächst in Magdeburg stehen soll.

Der Skulpturenpark des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen ist um eine Attraktion reicher. Seit September 2017 stehen dort zwei  neue Skulpturen:  Alicia Pac - Insel der Puppen und Nathan Coley -  Für andere Leute, und andere Werke.  Die Neuerungen wollen den Skulpturenpark des Kunstmuseums Magdeburg in die Gegenwart holen, ohne ihm seine Geschichte zu nehmen. Die Skulpturen sind die ersten beiden Projekte eines Ideenwettbewerbes.  Anfang 2016 wurden sie in einer Ausstellung als Entwürfe präsentiert. (03.09.17)

 

Go to top
JSN Megazine 2 is designed by JoomlaShine.com | powered by JSN Sun Framework