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Ein Lebensversuch im Land der Dichter und Denker,
erschienen Ende 2018 im Drava Verlag

14.02.19. Mit voller Wucht steigt der Autor Carsten Schmidt in seinen Roman ein – Tabea Thuleweit, eine junge Frau, zeigt einem Germanistik Professor voller Wut, was es heißt, wenn es sich ausgekafkat hat. Sie haut ihm sein eigenes Buch im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren. Schnell ist der Leser mitten in dem sonst eintönigen Leben von Tabea, dass für einen kurzen Moment der Protagonistin positive Stimmung brachte. Das jähe Ende kommt schnell und Tabea findet sich im Gefängnis wieder. Ihr Leben zieht an ihr vorüber, am Tage und Nachts, wenn sie schläft.

Der Autor Carsten Schmidt nutzt die Träume für Rückblenden in die unbeschwerte Kindheit seiner Figur in der DDR und in die Jahre nach dem Mauerfall. Die Familie zerbricht, Tabea muss ihren Weg alleine gehen, einziger Halt ihr zehn Jahre Jüngerer Bruder Friedrich. Mit Friedrich, Bundeswehr-Arzt in Afghanistan, kommt ein weiterer Erzählstrang in den Roman.

Die offene und kritische Erzählweise des Autors gibt dem Roman die nötige Spannung.
Alles in allem zeigt, das Buch auf, wie schwierig es ist, die Werte des Landes der Dichter und Denker zu erhalten. Hat es sich schon ausgekafkat, braucht keiner mehr die allseits Gebildeten? Der Autor lässt genügend Freiräume, sich selbst dem Spiegel vorzuhalten und den Zeitgeist, der uns umgibt, zu hinterfragen.

Resonanz:

Samstag, 16.2.19

Rezension Carsten Schmidt Ausgekafkat Drava

Danke, liebe Salka Schallenberg, wieder eine gelungene kleine Besprechung!

Herzlich - Barbara Stang, PR

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