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Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hat die zuständige Ermittlungsrichterin des dortigen Amtsgerichts am Samstag, den 6. Februar 2021 Haftbefehle gegen drei syrisch-stämmige Männer im Alter von 33, 36 und 40 Jahren erlassen. Den Beschuldigten wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gemäß § 89a StGB zur Last gelegt. Sie sollen im Januar dieses Jahres am Ankauf mehrerer Kilogramm Chemikalien beteiligt gewesen sein. Diese können zur Herstellung von Sprengsätzen dienen. Die Durchsuchung einer Wohnadresse in der Stadt Dessau-Roßlau hat weitere Indizien zu Tage gefördert. So u. a. das Auffinden von 10 Kilogramm Schwarzpulver und von Zündschnüren.
Aufgrund des Tatvorwurfs hat die Staatsschutzabteilung der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg die Ermittlungen derzeit übernommen. Zunächst führte das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt diese aus, nunmehr das Bundeskriminalamt.

Zwei der drei Beschuldigten wurden zwischenzeitlich in Dänemark festgenommen. Dort stellte man auch die angekauften Chemikalien sicher. Der dritte Beschuldigte ist in Hessen (Raum Offenbach) verhaftet worden.

Für die den Beschuldigten angelastete Tat sieht das Gesetz die Verhängung von Freiheitsstrafen von 6 Monaten bis zu 10 Jahren vor. In minder schweren Fällen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren.

Bis zur Verhängung einer rechtskräftigen Strafe gilt für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

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