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In der Nähe von Schönebeck befindet sich das  Ringheiligtums von Pömmelte -  das deutsche Stonehenge.  
Seit 2018 wird das Umfeld der Anlage intensiv archäologisch untersucht.
Neben der Anlage Pömmelte entdeckten die Forscher eine fast baugleiche Kreisanlage, die  wenige Jahrhunderte später entstand. Zur Wende vom 3. zum 2. Jahrtausend vor Christus wurden die Anlagen einige Zeit gleichzeitig genutzt.


Die diesjährigen Ausgrabungen erbrachten erstaunliche Parallelen älterer Monumente der Schnurkeramischen Kultur, die ungefähr 2800 bis 2050 vor Christus hier existierte.   
Die Sakrallandschaft aus der Zeit des Übergangs von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit um die beiden Ringheiligtümer an der Elbe ist wesentlich älter als bisher angenommen.

Der erste monumentale, trapezförmige Grabbau südöstlich des Ringheiligtums Pömmelte entstand in einem Zeitraum von 4000 bis 3400 vor Christus.
Er ist somit Teil der Baalberger Kultur.


Von dem fast quadratischen Geviert mit ungefähr 14 Metern Seitenlänge ist ein Graben mit zwei Einlässen erhalten, die in etwa zur Winter-und Sommersonnwende orientiert sind. Es lag vor dem östlichen Eingang des Ringheiligtums Pömmelte. Die diesjährige Ausgrabungan der benachbarten Schönebecker Anlage deckte nun eine vergleichbare, etwas kleinere Grabenstruktur mit ungefähr 11 Metern Seitenlänge auf.

Die Ausgrabungen in Pömmelte erbrachten vor allem wesentliche neue Erkenntnisse zur mehrphasigen Siedlung. Insgesamt sind nun 67 sichere Hausgrundrisse dokumentiert. Davon stammen 58 aus der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur.
Neu sind zwei Grundrisse, die ihrer Form nach in die Schönfelder Kultur gehören.
Sie sind älter als die sechs Glockenbecher-Gebäude. Diese fallen wiederum in die Zeit der Errichtung des Ringheiligtums. Damit wurde auch diese Talsandinsel –parallel zum Umfeld der Schönebecker Anlage –bereits am Beginn des 3.Jahrtausends vor Christus als Siedlungs-und Bestattungsplatz genutzt.

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