Archiv für Demokratie

Polizei sucht Zeugen: 0391/546-329


Am Montag, den 27. Januar, gegen 03:30 Uhr, drangen unbekannte Täter in ein Juweliergeschäft im Breiten Weg ein.

Der Einbruch wurde durch die Alarmauslösung im Geschäft bemerkt. Polizeibeamte begaben sich umgehend zu dem Juweliergeschäft und konnten eine aufgehebelte Eingangstür feststellen. Im Inneren befanden sich keine Personen. Schränke und Vitrinen wurden offensichtlich durchwühlt und teilweise befand sich Schmuck auf dem Boden. Eine genaue Schadensauflistung steht derzeitig noch aus. Zum Zeitpunkt der Tat soll sich ein dunkelfarbener PKW Audi (Kombi) vor dem Geschäft befunden haben, welcher später in Richtung Hasselbachplatz davon fuhr.

Marie Juchacz: erste Rednerin im Reichstag, Sozialpolitikerin und Gründerin der AWO

Meine Herren, meine Damen... So begann vor 100 Jahren die erste Rede der Abgeordneten Marie Juchacz im Deutschen Reichstag. Es war ein Erfolg für die Frauenbewegung, aber gleichzeitig sollte es Auftakt sein für einen langen Kampf um soziale Gerechtigkeit. Der AWO Verband Sachsen-Anhalt ehrte Marie Juchacz in einer Feierstunde.

Am Sonntag, dem 26. Januar, gegen 18:40 Uhr, kam es zu einem tätlichen Übergriff auf einen 51-jährigen Kroaten vor einer Bar in der Halberstädter Straße in Magdeburg.
Einen Zeuge aus der Bar beobachtete, wie der 51-Jährige von einem Unbekannten mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurde. Der Hintergrund der Auseinandersetzung derzeitig noch unklar. Der Geschädigte erlitt dabei multiple Frakturen im linken Gesichtsbereich sowie eine schwere Kopfverletzung. Das Opfer musste in einem Krankenhaus in Magdeburg notoperiert werden. Der Zustand wurde als lebensbedrohlich eingeschätzt.

 

 Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:

-  männliche Person, ca. 26 – 28 Jahre alt, 180 cm – 185 cm groß, schlanke Gestalt, europäischer Phänotyp, kurz gestutzter Vollbart

-  er trug ein schwarzes Basecap, schwarze Winterjacke und dunkle Jeans

Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Übergriff geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0391 / 546 5196 bei der Kriminalpolizei zu melden.

30.01.19. Die SPD lud zum gemeinsamen Neujahrsempfang des Landesverbands Sachsen-Anhalt, der Landtagsfraktion, des Stadtverbands Magdeburg und der Stadtratsfraktion.

Als Gast konnte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider begrüßt werden. Der Einladung folgten etwa 700 Menschen.  Schwerpunkte der Reden waren zum einen die Kommunalwahl,  zum anderen die Europaratswahl am 26. Mai 2019.

Europa ist die Antwort sagte der Europaabgeordnete Arne Lietz in seiner Ansprache. Ein weiteres Thema war die friedliche Revolution vor 30 Jahren. Diese machte das heutige Europa erst möglich. Man will auch in Zukunft in einem freiheitlichen und demokratischen Europa leben. Große Sorgen macht man sich unter dessen um die erstarkenden populistischen Strömungen in Europa.
Für das kommende Jahr stehen die Abschaffung der Straßenausbaubeträge sowie die Anpassung von Löhnen und AzuiBi-Geldern auf der Agenda.

Holger Hövelmann zur AfD: „Woran Sie leiden, das ist die Freiheit der Andersdenkenden.“
 
Der Landtag von Sachsen-Anhalt diskutierte am vergangen Freitag in einer Aktuellen Debatte auf Antrag der AfD über die angebliche „Gefährdung der Meinungsfreiheit“. In seiner Rede widersprach der medienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Holger Hövelmann, den Behauptungen der AfD entschieden und hielt ihr vor: „Woran Sie leiden, das ist die Freiheit der Andersdenkenden.“
 
Der Staat und alle seine Gewalten in Deutschland sind auf den Schutz der Meinungsfreiheit, der Religionsfreiheit, der Versammlungsfreiheit, der Organisationsfreiheit verpflichtet – und wenn Behörden im Einzelfall falsche Abwägungen zu Lasten von Bürgerrechten treffen, dann bietet der Rechtsstaat alle Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.

24.01.19. Am 16. Januar 1945 um 21.28 Uhr begann der verheerende Luftangriff auf Magdeburg. Dabei wurde die Innenstadt fast vollständig zerstört. 190.00 Menschen verloren ihr Zuhause. 2.500 Menschen kamen dabei ums Leben.

Jedes Jahr läuten deshalb um diese Zeit die Glocken aller Kirchen in Magdeburg – als Mahnung.

Die Zerstörung der Stadt am 16. Januar 1945 gibt jedes Jahr Anlass zum Mahnen und Gedenken. Der zweite Weltkrieg ist zum Glück schon 74 Jahre zu Ende, aber die Ereignisse sind allen gut im Kopf. Deshalb haben sich auch in diesem Jahr viele Menschen auf gemacht, um für Frieden, Freiheit und Demokratie einzutreten. Eine Stadt für alle ist das Motto. Für alle, die sich gegen rechtes Gebrüll stellen. In unserem Beitrag reflektieren wir einige Höhepunkte der Aktionswoche.

In der Stadtbibliothek ist derzeit die Wanderausstellung "Rassendiagnose: Zigeuner" zu sehen
Die umfangreiche Wanderausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ zeigt die Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit durch die Nationalsozialisten bis hin zur systematischen Ermordung im besetzten Europa während des Zweiten Weltkriegs.
Der Titel der Ausstellung geht auf die menschenverachtende pseudowissenschaftliche Kategorisierung der Sinti und Roma durch die Nazis zurück.  Im Volksmund „Zigeuner“ genannt galten als „Untermenschen" .

Etwa 500 000 Sinti und Roma wurden bis 1945 ermordet. Auf mehr als 40 Ausstellungstafeln sowie zwölf Informationstischen lassen sich anschaulich und umfassend der Entrechtungsprozess, der Völkermord und auch die Nachkriegsgeschichte nachvollziehen.

In Magdeburg gab es ein sog Zigeunerlager am Holzweg. Die bekannteste Bewohnerin des Lagers war Erna Lauenburger, die das Vorbild für Unku in dem 1931 erschienenen Kinderbuch Ede und Unku von Grete Weiskopf war.
Die Stadt Magdeburg war eine der ersten Städte, die eine Gedenkstätte für Sinti und Roma errichtete. Im Park am Fürstenwall unweit vom Dom gestaltete 1998 der Magdeburger Bildhauer Wolfgang Roßdeutscher ein Denkmal zur Erinnerung an 470 Magdeburger Sinti und Roma, die in Konzentrationslagern ermordet wurden.

Yascha Mounk: Der Zerfall der Demokratie. Wie der Populismus den Rechtsstaat bedroht.
Verlag Droemer , Februar 2018

Ein schonungslos offenes Buch, dass der Autor Yascha Mounk 2018 veröffentlichte.
Mounk in München geboren, lehrt an der Havard University und ist Fachmann für die Geschichte des Populismus und die Krise der liberalen Demokratie. Schnell zeigt der Autor auf, dass wir mitten drin sind in dieser Krise und wie der Titel klar macht, dass wir gerade erleben, wie die Demokratie zerfällt. Sieben Jahrzehnte nach dem II. Weltkrieg voller Frieden und auch Wohlstand in Westeuropa und Nordamerika, alles wird so bleiben, wie es ist. Oder nicht? Die Analyse von Yascha Mounk ist tiefgreifend. Mal ein Blick über den Atlantik nach Amerika, quasi aus dem Nähkästchen des Autors geplaudert, zur aktuellen politischen Situation rund um den Demagogen Trump. Amerika, ein Land der Demokratie steuert auf ein Chaos zu. Aber es zeigen sich parallele Entwicklungen in Europa, hier erstarken die Populisten.  
Yascha Mounk macht klar: „Demokratie braucht überzeugte Demokraten, die das System zwar kritisch begleiten, ihm aber auch ein gewisses Maß an Grundvertrauen entgegenbringen.“ Genau das ist es, was uns in unserer „Wohlfühlgesellschaft“ abhanden gekommen ist, das Grundvertrauen in die Institutionen. Das deutsche Erbe macht es schwer, der positiven Identifikation mit dem eigenen Land zu begegnen. Dennoch ist es möglich, die liberale Demokratie wiederzubeleben, wie der Autor in seiner Schlussbemerkung aufzeigt. Fakt ist, dass wir in einem Zeitalter leben, in der der Populismus zunimmt und die liberale Demokratie tagtäglich verteidigt werden muss.
Ein wichtiges Buch, dass ausreichend Denkanstöße gibt, nicht einfach die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation so hinzunehmen, wie sie ist.

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