Archiv Geschichte

„Stille Nacht! Heilige Nacht!
Weihnachten 1818 Joseph Mohr ist Hilfspriester in Oberndorf. Hier herrschen durch die Napoleonischen Kriege und neuen Grenzziehungen verheerende Zustände: Hunger und Armut.  Joseph Mohr ist mit dem  Organisten Franz Xaver Gruber befreundet und bittet ihn sein Gedicht „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zu vertonen. Am Ende der Christmette singen Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber zum ersten Mal das Lied. Die Melodie ist für zwei Singstimmen und Gitarrenbegleitung geschrieben.
Zur Jahrhundertwende sang man “Stille Nacht! Heilige Nacht!“ bereits – verbreitet durch katholische und protestantische Missionare – auf allen Kontinenten.
Aber es ist auch ein Friedenslied. Im I. Weltkrieg, am
24. Dezember1914 in Flandern trug das Lied zur Verbrüderung von Soldaten an der Westfront bei. Hier, wo  schon mehr als eine Million Soldaten gefallen oder verwundet worden waren. Gemeinsam sangen tausende Soldaten verschiedener Nationen “Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in verschiedenen Muttersprachen quer über die Schützengräben.

Digtales Denkmalinformationssystem gestartet

Sachsen-Anhalt ist reich an Denkmälern. Diese zu erfassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen ist eine der vielen Aufgaben des Landesamtes für Archäologie.
Seit einigen Tagen kann man nun die wichtigsten Information aus dem Denkmalverzeichnis digital abrufen. Das soll den Arbeitsaufwand deutlich verkleinern.

Micheal Lösch "Wäre Luther nicht gewesen", mehr noch "Das Verhängnis der Reformation. Ein Thesenbuch" so der Untertitel, erschienen bei dtv. Eine kritische Auseinandersetzung mit Martin Luther und der Reformation. Grund genug, den Autor bei der Leipziger Buchmesse 2017 zu einem Zwiegespräch über das Thema zu treffen.

 

Ein Rückblick von Akteuren dieser Zeit: Wach auf, der Du schläfts!

Leipziger Buchmesse 2015 Interview mit dem Mitteldeutschen Verlag zum Buch "Lutherland Sachsen-Anhalt".

 

Pünktlich zum Jubiläumsjahr 2017 ist die zweibändige Gesamtdarstellung „Magdeburg und die Reformation“ erschienen. Der zweite Band beleuchtet erstmals umfassend die Bedeutung Magdeburgs als Brennpunkt der Reformation. 22 Aufsätze gruppieren sich sich um drei chronologische Abschnitte, die unmittelbar an den ersten Teil anknüpfen. 122 farbige Abbildungen von zentralen Dokumenten, Porträts, Stadtansichten und von verschidenen Kunstwerken runden den Band ab.Die Texte sind sehr verständlich geschrieben. Für das Reformationsjubiläum hat man von Anfang an zwei Formate entwickelt. Den Sammelband und die Ausstellung gegen Kaiser und Papst. Die Reihe Magdeburger Schriften entstammt einer gemeinsamen Vortragsserie im Jubiläumsjahr der Stadt 2005. Der Sammelband entstand auf Beschluß des Stadtrates im Jahre 2008. (30.08.17)

 

Die Wanderausstellung „Heimat im Krieg 1914 – 1918. Spurensuche in Sachsen-Anhalt“ macht Station im Landeshauptarchiv. Historische Objekte aus den Museen Sachsen-Anhalts und von Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg auf der Basis eigener Forschungen erarbeitete Texte zum Thema treffen hier auf die Welt der Schriftquellen. Oft erstmals öffentlich gezeigt, führen Briefe, Akten, Fotos und Plakate aus dem Landeshauptarchiv zurück in den Alltag der Kriegsjahre. Sie zeichnen ein Bild vom Zeitgeist in der damaligen Provinz Sachsen und von den Herausforderungen, denen sich die Menschen auch fernab der Front täglich ausgesetzt sahen.
Archivalien sind stumme Zeugen. Zum Sprechen gebracht werden sie heute auch durch engagierte Jugendliche. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Stadtfeld Wernigerode und des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg haben Quellen gesichtet, ausgewertet und für eine eigene Ausstellung aufbereitet, die ebenfalls gezeigt wird. Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Archivare des Landeshauptarchivs standen Ihnen dabei zur Seite. Gefördert wurde das Vorhaben durch die Robert-Bosch-Stiftung.

 Nach den archäologischen Grabungen wurde Königin Editha wieder im Dom bestattet.

 
 
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