Pat Metheny Is This America

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Bernds Mugge

Musikkiste

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kulturmdTV - das Stadtfernsehen mit Kultur aus Magdeburg Kontakt für Anfragen zu Schaltung von Werbung: Salka Schallenberg, s.schallenberg@kulturmd.de, Tel.: 0391/8190969-14  unser Programm...... ist empfangbar als Live-Stream (Medienportal der MSA) im…

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kulturmd im HbBTV-Stream

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Literarische Reise durch Sachsen-Anhalt

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Der Baukünstler Carl Krayl-Sonderausstellung in Magdeburg

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Lesezwerge mit Cata vom 0710116

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Es ist wieder soweit. Cata und Miriam haben sich auf die Suche begeben und einige neue Jugendbücher gefunden. Diese stellen sie nun gemeinsam in der Stadtbibliothek vor. viel Spaß. Das…

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kulturmd 15 Jahre

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Gedenken

EwigeSonneGute Reise Mutti

11.01.1943 bis 28.03.2017

 

 

 

 

 

 

 

Geburt und Taufe

Am 11.1. 1943 erblicktest Du das Licht der Welt, gemeinsam mit deiner Zwillingsschwester Monika, in Gaschwitz, in der Nähe von Leipzig, im Mai desselben Jahren wurdest Du getauft. Evangelisch-Lutherisch. Obwohl, Deine Eltern waren römisch-katholisch und evangelisch-lutherisch.

Deine Eltern, Anna und Willi Thiele, waren bestimmt sehr glücklich. In Gaschwitz besuchtest die Schule bis zur achten Klasse, eine übliche Schullaufbahn.

Mit der Konfirmation endete die Schulzeit.

Im Anschluss gingst Du in die Lehre. Ausbildung zur Verkäuferin. Der Beruf lag Dir wirklich am Herzen, wie die vielen Ehrungen zeigen: Beste Jugendliche im Fachbereich Elektro z.B.

Beruf

Später im Beruf hast Du Dich sehr engagiert, viele Weiterbildungen erfolgreich absolviert. Im Umkreis Deiner Kollegen warst Du sehr geschätzt. In Anerkennung Deiner Leistungen wurdest Du mehrfach ausgezeichnet.

Eine Ausbildung zur DRK-Pflegerin zeigt Dein Engagement in der Zivilgesellschaft. Das alles noch in Leipzig.

Mit der Hochzeit zogst Du dann nach Magdeburg. Hier besuchtest Du einen Lehrgang für Verkaufsstellenleiter. 1966 wurde Deine Tochter Heike geboren. Sie war als kleines Kind häufig und lange krank. Das führte dazu, dass Du verschiedene Berufe ausgeübt hast. Kassiererin, Sachbearbeiterin, Beiköchin in einer Kinderkrippe. 1969 kam Dein Sohn Bernd dazu. Ab dieser Zeit hattest Du eine Arbeitsstelle als Kinderpflegerin in der Kinderkrippe. Ab 1972 warst Du wieder Kassiererin im Lebensmittelbereich. Ab 1978 wurde Dir eine Lebensmittelverkaufsstelle übertragen. Diese führtest Du bis in das Jahr 1989 erfolgreich.

Familie

Als wir noch klein waren, hast Du Dich immer um uns gekümmert. Saubere Sachen anziehen, Essen machen. Sachen kaufen. Den Haushalt hattest Du ebenfalls zu bewältigen. Und zwar meistens allein. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass unser Vater sich dabei großartig beteiligt hätte.

Am Wochenende war die Wäsche dran. Nach der Schule habe ich Dir oft geholfen. Holz klein machen und den Waschkessel beheizen. Waren wir krank, dann bist Du mit uns zum Arzt. Im Sommer ging es gemeinsam in den Urlaub. In den Harz oder an die Ostsee. FDGB-Ferienheim. Schöne heile Welt? Vielleicht eine gewisse Zeit. Doch schon bald zogen dunkle Wolken über unserer Familie herauf. Ihr Eltern habt euch einfach nicht mehr verstehen wollen. Streit, Misstrauen, Vorwürfe, Prügelattacken vom Ehemann. Scheidung. Katastrophe. Die gemeinsame Familie ein Trümmerhaufen. Jeder musste seinen eigenen Weg gehen, auch wir Kinder. Eine sehr schwere Zeit, die bei jedem tiefe Spuren hinterlassen hat. Dennoch hast Du Dein Lebensmittelgeschäft mit 3 Mitarbeiterinnen noch gut weitergeführt.

Nach dem Ende der DDR warst Du mit einem eigenen Lebensmittelgeschäft selbständig. Heike war mit dabei. Das Unternehmen war leider nicht von Erfolg gekrönt, wieder Krach, wieder Trennung, sozialer Abstieg, Entbehrungen.

Odyssee: verschiedene Lebensbegleiter. Wohnorte waren die Altmark, Gardelegen und dann Haldensleben, mit Eckhardt, Deinem zweiten Ehemann.

Eine kurze Zeit, dennoch glückliche Jahre.

Das bedeutete soziale und finanzielle Sicherheit. Aber, Eckhardt, schwerkrank, bedurfte Deiner Pflege. Eine sehr große Aufgabe, die viel Kraft benötigt. Daher gab es eher sporadische Besuche von uns.

Nach Eckardts Tod haben wir Dich nach Magdeburg zurück geholt. In unsere Nähe, damit Du mit uns die Kinder aufwachsen siehst. Endlich wieder häufiger Kontakt miteinander. Es war aber auch ein widersprüchliches und angespanntes Verhältnis zwischen Mutter und Sohn.

Der Wunsch, Deine Tochter Heike und Dein Enkelkind Kathleen wieder dabei zu haben, erfüllte sich nicht, weil Heike das scheinbar nicht wollte. Es hat sehr lange gedauert, bis Du das eingesehen hast. Das hat unser Verhältnis immer belastet. Bis heute ist das Familienband dort zerrissen.

Du warst bei den Einschulungen unserer drei Kinder Caterina, Milena und Dana dabei. Dann der Schulabschluß von Caterina und Milena. Abitur bei Cata und Waldorfabschluss bei Mila. Nun macht auch sie das Abitur. Zu jedem Geburtstag waren wir alle zusammen, kein Weihnachten und Ostern ohne Dich. Die Kinder besuchten Dich häufiger als wir. Als Eltern ist man ja auch berufstätig.

Aber Du hast Dich gekümmert, warst da, wenn wir Dich brauchten. Mit Dana gingst Du an der Schrote spazieren. Wäsche waschen, Essen kochen, Einkaufen, die Tiefkühltruhe füllen für uns fünf. Und gemeinsam „Mensch Ärgere Dich nicht“ spielen.

Wenn man älter wird, kommen Krankheiten dazu. Dabei braucht man durchaus Hilfe. Manchmal wolltest du leider keine Hilfe annehmen. Gerade, wenn wir für Dich Dinge erledigen wollten, wie Krankenkasse, Pflege, Arztgespräche, wurde das sehr kompliziert.

Du wolltest immer Reisen. Wenn ich so meine Kinderfotos anschaue, waren wir als Familie viel unterwegs. Deine Zwillingsschwester in Leipzig besuchen. Wandern im Harz z.B. Das machen wir fünf auch heute noch so.

Später, in den 90ern gab es verschiedene Reisewünsche: Wien, Blumeninsel Meinau. Mit Eckardt konntest Du die eine oder andere Reise unternehmen. Mit eurem kleinen Auto ward ihr ja auch sonst überall unterwegs, bis Eckardt ein Pflegefall wurde.

Später konntest Du nicht mehr reisen. Von der Ferne hast Du dennoch geträumt. Ebenso vom ganz großen Glück in der Lotterie. Dabei lag das Glück genau vor Deiner Haustür. Wir fünf waren Deine Familie. Es sind immer die wirklich kleinen schönen Momente im Leben. Diese gab es reichlich. Die kleinen Zeichnungen und die Basteleien der Kinder, die Fotos, Postkarten und Briefe von uns waren Dir sehr wichtig. Sie hatten einen zentralen Platz in Deinem Wohnzimmer. Aufgestellt wie ein Altar. Dein Hochzeitsfoto mit Eckardt stand immer neben Dir, auf der Kommode neben der Couch.

Am Ende waren alle, die Dir wichtig waren, in Deiner Nähe. So konntest Du friedlich im Kreise Deiner Liebsten die letzte Reise antreten. Heute wollen wir Dir dich auf dieser Reise noch ein kleines Stück begleiten.

Magdeburg, 08.04.17