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    Puppentheater Magdeburg - internationales Kulturzentrum

    25 Jahre Sachsen-Anhalt: kulturmd reflektiert thematisch im Auftrag der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt in verschiedenen Filmen die Entwicklung des Landes. Für uns ist dies die Möglichkeit auf fast 15 Jahre Medienarbeit für die Kultur in Magdeburg zurück zu blicken. Unsere Reportage über das Puppentheater Magdeburg zeigt den Weg vom städtischen Puppentheater, 1958 gegründet,  zum internationalen Kulturzentrum (Juni 2015).

     

     

     
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Als Enkeltochter von Otto Nagel unterstütze ich gern die Aktivitäten des „Initiativkreises Otto Nagel 125“.  Nach all den Jahren, in denen er als Künstler immer mehr in Vergessenheit geriet, ist es eine Chance, Otto Nagel auch als Kulturpolitiker ins rechte Licht zu rücken.

Projekt: Annäherung an den Großvater Otto Nagel



Auf publizistische Weise möchte ich mich auf verschiedenen Ebenen Otto Nagel nähern.

1. persönlich

Meinen Großvater Otto Nagel konnte ich nicht mehr kennen lernen. Mit meinen Eltern lebte ich, wie meine Großeltern, in Berlin-Biesdorf. In dem Wohnhaus meiner russischen Großmutter Walentina Nagel war ich bis zu ihrem Tod 1983 sehr oft. Hier kam ich Otto Nagel näher. In seinem Atelier war er als Künstler für mich immer präsent. Diese Erinnerungen sind bis heute ein wichtiger Teil meines Lebens.

2. als Künstler und Kulturpolitiker in verschiedenen Epochen des 20. Jahrhunderts

Die gesellschaftspolitischen Kontexte – Weimarer Republik, NS-Zeit, DDR – sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere die zahlreichen Freundschaften zu Künstlern und anderen gesellschaftlichen Akteuren spiegeln sein Wirken wider.

3. die Zeit in der DDR bis zu seinem Tod 1967, als Präsident der Akademie der Künste

Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung „Otto Nagel - Berliner Stadtlandschaften, Porträts und Dokumente“ im Mitte Museum am 27. März 2008 gab es einen interessanten Vortrag. Die Kunsthistorikerin
Beatrice Vierneisel stellte unter dem Titel „Otto Nagel und die Akademie der Künste“ den Konflikt Otto Nagels mit der Kulturpolitik der SED vor dem Hintergrund der Formalismusdebatte heraus. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Akademie der Künste und dem Freundeskreis Otto Nagel e.V. .
Zum 50. Todestag von Otto Nagel 2017 hielt  Wolfgang Brauer, Vorsitzender des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf, im Rahmen einer Veranstaltung im Schloss Biesdorf einen Vortrag unter dem Titel „Hochgeehrt und kaltgestellt. Otto Nagels Biesdorfer Jahre“.  Auch in diesem kommt wieder das angespannte Verhältnis Otto Nagels zur Kulturpolitik der DDR zur Sprache.

Dies, und meine persönlichen Erlebnisse in meiner Kindheit im Haus meiner Großmutter Walentina Nagel und nach ihrem Tod, bewogen mich, diese Zeit zu erforschen. In Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur versuche ich das Zusammenspiel zwischen den Kulturfunktionären der DDR und Otto Nagel bzw. seinem künstlerischen Erbe zu ergründen. Im besonderen Maße will ich die unmittelbare negative Einflussnahme auf die Familie Schallenberg-Nagel durch die DDR-Funktionäre analysieren.

Hintergrund:

Salka-Valka Schallenberg

geb. 1972 als 3. Enkelkind von Otto und Walentina Nagel
bis Februar 1986 Wohnort in Berlin-Biesdorf, 1986-1990 mit den Eltern in Kuwalk lebend,
seit 1990 Magdeburgerin
Journalistin, Autorin regionaler Literatur (Sachsen-Anhalt), TV-Moderatorin für kulturmd Stadtfernsehen Magdeburg



Otto Nagel

nach 1945 bis zu seinem Tod 1967
- nach Kriegsende maßgeblich am kulturpolitischen Aufbau der DDR beteiligt
- stellvertretender Landesvorsitzender (später Vorsitzender) des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands in Brandenburg
- 1950-1952 Erster Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler
- 1956 bis 1962 Präsident der Akademie der Künste Ost
- hielt auch in der DDR an einer gesamtdeutschen Kultur fest (über den Kulturbund und über Westberliner Akademie der Künste)
- Konflikt mit der Kulturpolitik der SED (1950er Jahre Formalismusdebatte)
- 1962 aus seinem Amt als Präsident der Akademie der Künste verdrängt
- 1965 protestierte mit Bildern gegen den Abriss der alten Häuser des Fischerkiezes zugunsten von Neubauten


Otto Nagel - der proletarisch-revolutionäre Künstler der DDR (in der DDR offiziell so bezeichnet)

- seit 1970 Ehrenbürger von Berlin
- 1973 Eröffnung Otto-Nagel-Haus für seinen künstlerischen Nachlass (durch meine Eltern bis 1978 geführt)
- 1980er Jahre Erweiterung Otto-Nagel-Haus für „proletarische und antifaschistische Kunst der DDR“

aktuelle Rezeption zu Otto Nagel

- 2008 die Ausstellung „Otto Nagel - Berliner Stadtlandschaften, Porträts und Dokumente“ im Mitte Museum Berlin (in Bezug auf das Archiv, dass sich seit 2007 bei der Akademie der Künste befindet)
- 2010 Ausstellung „Die verlorene Stadt“ Käthe-Kollwitz-Museum Berlin
- 2012 Ausstellung „Otto Nagel (1894–1967). Orte – Menschen, Schloss Berlin-Biesdorf

In der Ausstellung waren Ölbilder und Pastelle des Künstlers aus der Kunstsammlung der Akademie
zu sehen, die mit der freundlichen Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung
restauriert werden konnten.

Teilnahme an Ausstellungen

- 2017 „Käthe Kollwitz und ihre Freunde“ Sonderausstellung des Käthe Kollwitz Museum, Berlin aus Anlass
des 150. Geburtstages der Künstlerin
- 2017/18 „Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen“, Frankfurt am Main, Schirn Kunsthalle
- 2017/18 „Berlin 1937 – im Schatten von morgen“ Märkisches Museum Berlin
- 2018  „Die Schönheit der großen Stadt, Berliner Bilder von Gaertner bis Fetting“ Stadtmuseum Berlin, Museum Ephraim-Palais
- 2018 „Berliner Realismus. Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix“ , Bröhan-Museum Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus, ab Herbst 2019 im Käthe Kollwitz Museum Köln
- 2018/19 „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919-1939 und 2008-2018“, Kunsthalle Mannheim
- 2018/19 „Freiheit, Die Kunst der Novembergruppe 1918–1935“, Berlinische Galerie Museum für moderne Kunst

Kontakt:

Gern stehe ich für Fragen zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Telefon 0391/81909690


 

 

 

 

weltoffen

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AWO erinnert mit Mahnmal an das unsichtbare Sterben im Mittelmeer

Politik soll sich für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzsetzen.

678 Kinder, die auf der Flucht starben, wurden bereits offiziell gezählt, so der im Juni veröffentlichte Bericht der Internation Organisation für Migration (IOM). Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Häufig sind es nur ihre Schuhe, die angespült an den Küsten des Mittelmeers zurückbleiben.

Kinder auf der Flucht müssten besonders geschützt werden. Sie bräuchten schnelle und unbürokratische Hilfe.
Mit der Aktion am Weltkindertag will man besonders auf Paragraph 22 der UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam machen.  Zudem sind  die Verantwortlichen in der Politik aufgefordert, sich bedingungslos für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzusetzen.

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Interview Christoph Dieckmann "Mein Abendland"

"Mein Abendland. Geschichten deutscher Herkunft"

Es ist ein Buch über Identitäten. Christoph Dieckmann spürt die historischen Wurzeln der Gegenwart auf. Salka Schallenberg traf den Autor auf der Leipziger Buchmesse 2017 zum Gespräch über deutsche Wurzeln, Heimat und ein verlorenes Land.
 
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10 Jahre Alrahman-kulturelle Erziehung in Magdeburg

Begegnen, aufeinander zugehen und Verständnis entwickeln

Die Alrahman-kulturelle Erziehung für Kinder und Jugendliche wird 10 Jahre.
Die muslimische Gemeinde Magdeburg verfolgt dabei das Ziel, die Kultur der aufnehmenden Gesellschaft und die der eingewanderten Mitbürger in Einklang zu bringen. Dadurch möchte die man einen Beitrag leisten, dem Entstehen von Parallelgesellschaften in Magdeburg und Umgebung entgegen zu wirken. Ebenso will man  ein respektvolles Miteinander in der Schule und im Alltag schaffen.
In der Vergangenheit wurden hier bereits 370 Kinder geschult.
Jeden Samstag kümmern sich 20 ehrenamtliche Mitglieder der Gemeinde um muslimische Kinder und Jugendliche in Magdeburg und Umgebung.

für Demokratie

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20 Jahre Miteinander e.V.

Im Mai 1999 hat sich Miteinander e. V. als Träger zivilgesellschaftlicher Arbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gegründet. Seitdem vernetzt er zivilgesellschaftliche Initiativen, berät demokratische Akteure und Akteurinnen, unterstützt Opfer rechter Gewalt, bildet Fachkräfte fort und informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungen in den Themenfeldern der Vereinsarbeit.

Das passt nicht jedem. So ist der Verein Miteinander e.V. erklärter Feind  der AfD.

20 Jahre Miteinander e. V. – das sind 20 Jahre Engagement und Kompetenz
für eine offene und demokratische Gesellschaft.

 

 

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Hört endlich zu! Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet.

Rezension: Frank Richter „Hört endlich zu!“ Eine Streitschrift.

Es ist ein kleines handliches Buch, passt gut in die Handtasche. „Hört endlich zu! Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet.“, so der Titel, geschrieben von Frank Richter. Erschienen im ullstein Verlag 2018 als Streitschrift, wie es auf dem Cover steht. Streitschrift, wer ist Frank Richter, das hat mich neugierig gemacht. Der Autor ist Theologe, der der in Dresden den Dialog mit PEGIDA gesucht hat. Schon in der Zeit der friedlichen Revolution hat er in Dresden versucht, zwischen der Staatsgewalt und den Demonstranten zu schlichten.

zur vollständigen Rezension: Hört endlich zu! Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet.

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1050 Jahre Erzbistum Magdeburg

Eine Annäherung

Wenn man so durch die Straßen läuft. Überall findet man Kirchen. Steinernde Zeugen. Manche 1000 Jahre alt. einige nur wenige Hundert Jahre. Manche sind neu. Von anderen gibt es nur noch Fragmente oder Modelle aus Bronze. Wie die meisten in der DDR bin ich in einer eher der Kirche abgeneigten Umgebung aufgewachsen. Dennoch ist Kirche für mich allgegenwärtig. Ostern, Weihnachten, Pfingsten, Christi Himmelfahrt oder Vatertag. Doch was bedeutet Kirche heute und was hat Religion mit mir zu tun?
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