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    Literarische Reise durch Sachsen-Anhalt

    Wo kommt sie her, die deutsche Sprache? Und wer waren die treibenden Personen. Mit einer kleinen literarische Reise durchs Land und durch die Jahrhunderte machen wir uns auf den Weg zu den Anfängen der Sprache hier im heutigen Sachsen-Anhalt: Zaubersprüche, erste Prosa in deutsch, Sachsenspiegel, die Neue Furchtbringende Gesellschaft, Gleim, Winckelmann, Goethe und Schiller, Marie Nathusius, Novalis, Reichards Garten, Literaturhaus Magdeburg usw. Eine Produktion als Lokalfernsehen des Landes im Auftrag der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur Sachsen-Anhalt im Jahr 2016.

     

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Nur noch wenige Jahre bleiben Otto Nagel. In den 1950er und 1960er Jahren, engagierter Kulturpolitiker, Vizepräsident und später Präsident der Akademie der Künste der DDR.
Immer wieder war es Nagel wichtig, seine deutschlandweiten Freundschaften, z.B. mit dem Künstler Otto Pankok, auch über die spätere Grenze hinweg zu pflegen. Gemeinsam mit Hans Charoon, dem Präsidenten der Akademie in West-Berlin, versucht Nagel Wege für eine deutsch-deutsche Annäherung zu finden. Für die Kulturpolitik unter Walter Ulbricht nicht hinnehmbar. Und so muss Otto Nagel Grenzen erkennen.

Ab 1952 lebte Nagel in einem Haus mit Atelier in Berlin Biesdorf. Ort des kulturellen Austausches und für die publizistische Arbeit des Künstlers. Innerhalb kurzer Zeit erscheinen Werke von Heinrich Zille und Käthe Kollwitz. Das von Nagel begonnen große Werkverzeichnis ‚Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen‘ führen die Kinder der Künstler Sybille Schallenberg-Nagel und Hans Kollwitz fort. Es erscheint 1972.

Das Buch ‚Otto Nagel, Berliner Bilder‘ erscheint 1955, veröffentlicht von der Akademie der Künste. 1970 gibt seine Frau Walentina die ‚Berliner Bilder‘ neu heraus, mit 134 Seiten und zahlreichen Abbildungen. 1987 erscheint die 6. Auflage des beliebten Buches. Im Vorwort schreibt Walentina: „Ich glaube, dass uns Otto Nagel mit seinen Berliner Bildern ein großes Werk hinterlassen hat, für das wir ihm dankbar sein müssen. Ich hoffe, dass es behütet wird, so wie er und ich es behütet haben unser Leben lang." Wegen der vielen Werke, die im Krieg zerstört wurden, entstanden eine Reihe von Repliken zu den Berliner Bildern.

Das Haus mit Nagels Atelier in Berlin Biesdorf in der Otto-Nagel-Strasse öffnete mir schon früh seine Welt. Meine Großmutter Walentina lebte an einem Ort, an dem es so viel zu entdecken gab. Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal die wenigen Stufen zum großen Licht durchfluteten Atelier hinunter ging. Aber ich war wohl noch sehr klein. Hier roch es überall nach Farbe. Die Staffelei und die Palette warteten auf die Rückkehr des Malers. Einen Großvater hatte ich nicht. Es gab nur den Künstler Otto Nagel.

Auch wenn Otto Nagel 1967 starb, seine Weggefährtin Walentina führte sein Werk fort, sei es mit ihren Plänen für ein Otto-Nagel-Haus oder durch zahlreiche Publikationen. Der Kunstwissenschaftler Erhardt Frommhold wählte Otto Nagel für seine Dissertation. Zusammen mit Walentina Nagel entstanden aus Texten, autobiografischen Zeugnissen und ausgewählten Aufsätzen des Künstlers sowie Fotos und Abbildungen ausgewählter Bilder das umfangreiche Buch ‚Otto Nagel: Zeit, Leben,Werk‘. Erschienen 1974. Auch 1974 erschien das Werkverzeichnis ‚Otto Nagel: die Gemälde und Pastelle‘. Die Tochter Sybille hat es zusammen mit ihrem Mann Götz Schallenberg, meine Eltern, erarbeitet. Bis heute eine wichtige Publikation.

Nun schlage ich als Enkelin das Kapitel Otto und Walentina Nagel neu auf.

Enkelin Salka Schallennberg vor dem Bild "Blumenstück vor blau-weißer Vase und Kaktus", 1933/34 Öl auf Leinen 76x61 cm, WVZ 263

Festveranstaltung 125. Geburtstag Otto Nagel 27.9.2019

 Festveranstaltung 125. Geburtstag Otto Nagel 27.9.2019 im Schloß Berlin-Biesdorf (c) Bernd Schallenberg

 

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weltoffen

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Neuer Jüdischer Friedhof geweiht

Ein Zeichen für Heimat

12.09.18. Wie man weißt wurde die Synagoge in Magdeburg durch die Nazionalsozialisten zerstört und die jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebten von ehemals 2000 noch ca. 200 jüdische Menschen in der Stadt. Inzwischen erinnern über 400 Stoplersteine an jüdische Mitmenschen. Seit langem machen die Wochen der jüdischen Kultur eben diese sichtbar. Straßen tragen Namen jüdischer Menschen wie etwa Otto Schlein oder Naomi Rubel. Nun konnte die jüdische Gemeinde einen neuen Friedhof in Magdeburg weihen. Ein Zeichen für Heimat.
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Drittes Geschlecht im Geburtenregister

Männlich, weiblich, divers 

14.02.19. Seit Januar gibt es ein drittes Geschlecht im Geburtenregister, und es heißt Divers. Doch was bedeutet das für Familie und Gesellschaft? Bei einer Fachtagung haben sich Verbände der Kinder- und Jugendarbeit getroffen, um darüber zu diskutieren.

Den Kern bildeten mehrere praxisnahe Workshops aus verschieden Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit
Die verschiedenen Workshops boten Empfehlungen und Handlungsstrategien zur gendersensiblen Umsetzung der Gesetzesgrundlage.

Im wesentlichen wurden folgnede Herausforderungen an die Gesellschaft benannt.

Fachlich bzw externe Beratung ist notwendig
Es gäbe keine freien Mittel. Alles sei zu lange geplant.
Das gibt es bei uns nicht, deshalb brauchen wir das nicht.
Es fehle Material, Wissen, und die nötige Offenheit.  Mitarbeiter seien überfordert.

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Interview Christoph Dieckmann "Mein Abendland"

"Mein Abendland. Geschichten deutscher Herkunft"

Es ist ein Buch über Identitäten. Christoph Dieckmann spürt die historischen Wurzeln der Gegenwart auf. Salka Schallenberg traf den Autor auf der Leipziger Buchmesse 2017 zum Gespräch über deutsche Wurzeln, Heimat und ein verlorenes Land.
 

für Demokratie

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Rezension 1989 Lieder unserer Heimat.

Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden.


„1989 Lieder unserer Heimat. Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden“, so der neugierig machende Titel eines aktuellen Buchs aus dem Verlag „Glücklicher Montag“ in Leipzig.
Die DDR ist heutigen Jugendlichen nur noch aus Erzählungen oder über Geschichtsbücher zugänglich. Für viele Ostdeutsche ist die untergegangene DDR noch heute ein Lebensgefühl, vererbt durch die Familie. Ein Großteil der Jugendlichen aus den westlichen Ländern weiß dazu kaum etwas. Den meisten ist jedoch die SED-Diktatur ein Begriff.

Der Almanach spiegelt Erinnerungen von den damals jungen Menschen in der DDR wider. Die Vielfalt  der Themen vermittelt einen prägnanten Einblick in das Alltagsleben in dem mit Staatsgrenze abgeschirmten Land.
Themen wie Schule, Abitur, Studium, Umwelt, Freizeit, Frauenrechte, Scheidung, Sport, Kunst und Musik stehen gleichberechtigt neben einander. Der Wehrdienst in der DDR wird in Zusammenhang mit dem Schießbefehl an der Innerdeutschen Grenze gebracht.
In kurzen leicht verständlichen Texten kann sich die Leserschaft sehr gut in das Thema DDR einfühlen. Unterbrochen durch Illustrationen und Liedtexten des Leipziger Cartoonisten und Trickfilmers Schwarwel.
„Der Klub der Intelligenz“, ein witzige Umschreibung für ein Glossar, erklärt wichtige Begriffe aus dem DDR-Alltag.
Die meisten Texte sind eindeutig aus Sicht der Opfer von SED und Stasi geschrieben. Trotz allem gab es  auch ein ganz normales Leben. Genau das, versucht dieses Buch gleichermaßen darzustellen.

Darüber hinaus wird ein Blick auf die friedliche Revolution im Herbst 1989 geworfen. Ebenso bedeutend die Zeit nach dem Ende der DDR: Hier das rote Tuch Treuhand und deren Folgen für Millionen Ostdeutsche. Und der Umbruch, ein Gefühlsrausch zwischen Glück über die Freiheit und Existenzangst gleichermaßen. Das heutige Lebensgefühl wird von dieser Erfahrung mitbestimmt.
Ein Buch zum immer wieder durchblättern, reinlesen und innehalten.

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20 Jahre Miteinander e.V.

Im Mai 1999 hat sich Miteinander e. V. als Träger zivilgesellschaftlicher Arbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gegründet. Seitdem vernetzt er zivilgesellschaftliche Initiativen, berät demokratische Akteure und Akteurinnen, unterstützt Opfer rechter Gewalt, bildet Fachkräfte fort und informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungen in den Themenfeldern der Vereinsarbeit.

Das passt nicht jedem. So ist der Verein Miteinander e.V. erklärter Feind  der AfD.

20 Jahre Miteinander e. V. – das sind 20 Jahre Engagement und Kompetenz
für eine offene und demokratische Gesellschaft.

 

 

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Erste Berufsbildende Schule in Magdeburg erhält den Courage-Titel

Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Mit einem großen Festakt beging man die Aufnahme in das Courage-Schulnetzwerk. Umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den Schulchor, einen Auftritt der Theaterballettschule, Rap, Poetry Slam und eine Sängerin, außerdem gab es eine Friedensaktion.
Es sei ein wichtiges Signal, dass auch die Berufsbildende Schule ‚Dr. Otto Schlein‘ bewusst ein Zeichen gegen Rassismus und für Courage setzen will, betonte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Maik Reichel. Schon jetzt sei die Schule im Blick auf Demokratieerziehung, Wertevermittlung und Erinnerungskultur sehr aktiv. „Durch die Anerkennung als Courage-Schule wird dieser Ansatz und der Einsatz gegen jegliche Form von Diskriminierung, Extremismus und Gewalt noch einmal deutlich gestärkt“, so der Direktor der Landeszentrale.


Hintergrund:
Mit der aktuellen Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Magdeburg steigt die Zahl der Netzwerkschulen in Sachsen-Anhalt auf insgesamt 145. Als erste Einrichtung im Land wurde 2003 die Sekundarschule „Völkerfreundschaft“ in Köthen in das Netzwerk aufgenommen. Seither ist es kontinuierlich gewachsen. Um die Auszeichnung zu bekommen, müssen sich mindestens 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer dazu verpflichten, gegen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung einzutreten. Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt  die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

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