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    Puppentheater Magdeburg - internationales Kulturzentrum

    25 Jahre Sachsen-Anhalt: kulturmd reflektiert thematisch im Auftrag der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt in verschiedenen Filmen die Entwicklung des Landes. Für uns ist dies die Möglichkeit auf fast 15 Jahre Medienarbeit für die Kultur in Magdeburg zurück zu blicken. Unsere Reportage über das Puppentheater Magdeburg zeigt den Weg vom städtischen Puppentheater, 1958 gegründet,  zum internationalen Kulturzentrum (Juni 2015).

     

     

     
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Nur noch wenige Jahre bleiben Otto Nagel. In den 1950er und 1960er Jahren, engagierter Kulturpolitiker, Vizepräsident und später Präsident der Akademie der Künste der DDR.
Immer wieder war es Nagel wichtig, seine deutschlandweiten Freundschaften, z.B. mit dem Künstler Otto Pankok, auch über die spätere Grenze hinweg zu pflegen. Gemeinsam mit Hans Charoon, dem Präsidenten der Akademie in West-Berlin, versucht Nagel Wege für eine deutsch-deutsche Annäherung zu finden. Für die Kulturpolitik unter Walter Ulbricht nicht hinnehmbar. Und so muss Otto Nagel Grenzen erkennen.

Ab 1952 lebte Nagel in einem Haus mit Atelier in Berlin Biesdorf. Ort des kulturellen Austausches und für die publizistische Arbeit des Künstlers. Innerhalb kurzer Zeit erscheinen Werke von Heinrich Zille und Käthe Kollwitz. Das von Nagel begonnen große Werkverzeichnis ‚Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen‘ führen die Kinder der Künstler Sybille Schallenberg-Nagel und Hans Kollwitz fort. Es erscheint 1972.

Das Buch ‚Otto Nagel, Berliner Bilder‘ erscheint 1955, veröffentlicht von der Akademie der Künste. 1970 gibt seine Frau Walentina die ‚Berliner Bilder‘ neu heraus, mit 134 Seiten und zahlreichen Abbildungen. 1987 erscheint die 6. Auflage des beliebten Buches. Im Vorwort schreibt Walentina: „Ich glaube, dass uns Otto Nagel mit seinen Berliner Bildern ein großes Werk hinterlassen hat, für das wir ihm dankbar sein müssen. Ich hoffe, dass es behütet wird, so wie er und ich es behütet haben unser Leben lang." Wegen der vielen Werke, die im Krieg zerstört wurden, entstanden eine Reihe von Repliken zu den Berliner Bildern.

Das Haus mit Nagels Atelier in Berlin Biesdorf in der Otto-Nagel-Strasse öffnete mir schon früh seine Welt. Meine Großmutter Walentina lebte an einem Ort, an dem es so viel zu entdecken gab. Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal die wenigen Stufen zum großen Licht durchfluteten Atelier hinunter ging. Aber ich war wohl noch sehr klein. Hier roch es überall nach Farbe. Die Staffelei und die Palette warteten auf die Rückkehr des Malers. Einen Großvater hatte ich nicht. Es gab nur den Künstler Otto Nagel.

Auch wenn Otto Nagel 1967 starb, seine Weggefährtin Walentina führte sein Werk fort, sei es mit ihren Plänen für ein Otto-Nagel-Haus oder durch zahlreiche Publikationen. Der Kunstwissenschaftler Erhardt Frommhold wählte Otto Nagel für seine Dissertation. Zusammen mit Walentina Nagel entstanden aus Texten, autobiografischen Zeugnissen und ausgewählten Aufsätzen des Künstlers sowie Fotos und Abbildungen ausgewählter Bilder das umfangreiche Buch ‚Otto Nagel: Zeit, Leben,Werk‘. Erschienen 1974. Auch 1974 erschien das Werkverzeichnis ‚Otto Nagel: die Gemälde und Pastelle‘. Die Tochter Sybille hat es zusammen mit ihrem Mann Götz Schallenberg, meine Eltern, erarbeitet. Bis heute eine wichtige Publikation.

Nun schlage ich als Enkelin das Kapitel Otto und Walentina Nagel neu auf.

Enkelin Salka Schallennberg vor dem Bild "Blumenstück vor blau-weißer Vase und Kaktus", 1933/34 Öl auf Leinen 76x61 cm, WVZ 263

Festveranstaltung 125. Geburtstag Otto Nagel 27.9.2019

 Festveranstaltung 125. Geburtstag Otto Nagel 27.9.2019 im Schloß Berlin-Biesdorf (c) Bernd Schallenberg

 

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weltoffen

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4. christlich-muslimisches Gespräch

21.01.19.Das christlich-muslimisches Gespräch ist inzwischen Tradition. Dieses Mal ging es um Fanatismus in der Religion. Religion kann Frieden schaffen oder aber zerstören, Konflikte einhegen oder befeuern. Doch wie geht man mit Fanatismus um? Wie entsteht Fanatismus und wie kann man Fanatismus wirksam begegnen? Wir sprachen am Rande mit Vertretern der beiden Religionen.

 

Dieser informative interreligiöse Dialog soll einen sinnvollen Beitrag für ein friedliches, respektvolles Zusammenleben in Magdeburg leisten.

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Zweiheimisch-Diwan

Live-Vernissage eines Orient-Wiki für Magdeburg / Interkulturprojekte aus Magdeburg präsentieren Lyrik, Kalligrafie zum Mitmachen, Musik, Bücher


Unter dem Titel „Zweiheimisch-Diwan“ luden Magdeburger Interkulturprojekte zum Mitmachen und Feiern ins EineWeltHaus in der Schellingstraße ein. Der „Orient-Wiki für Magdeburg“ sammelt und gestaltet in Zukunft interkulturelle Geschichten und Biografien zwischen Ankommen, Weggehen und Hierbleiben, von Magdeburg bis Indien, von Tatarstan bis in die Börde. Die neue Zweiheimisch-Bibliothek Magdeburg des ICATAT e.V. beherbergt die größte Sammlung tatarischer Bücher  mit etwa 4000 Exemplaren. Darüber hinaus finden sich dort einige tausend Bücher in über einem Dutzend Sprachen.

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Interview Christoph Dieckmann "Mein Abendland"

"Mein Abendland. Geschichten deutscher Herkunft"

Es ist ein Buch über Identitäten. Christoph Dieckmann spürt die historischen Wurzeln der Gegenwart auf. Salka Schallenberg traf den Autor auf der Leipziger Buchmesse 2017 zum Gespräch über deutsche Wurzeln, Heimat und ein verlorenes Land.
 

für Demokratie

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Daniel Weißbrodt stellt Zukunftsvision in der Stadtbibliothek vor

Bedingungsloses Grundeinkommen im Jahr 2050

Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 - 2050

 

Bedingungsloses Grundeinkommenn für alle als Alternative zum bisherigen Sozialstaat wird nicht nur in Deutschland seit vielen Jahren diskutiert, zumal es unsicher erscheint, ob auch in Zukunft noch ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sein werden. Daniel Weißbrodt entwirft in seinem Roman den Weg zu einer Gesellschaft, in der jeder ohne Voraussetzungen die Mittel zu einem auskömmlichen Leben bezieht.

Wir trafen den Autor kurz vor seiner Lesung in der Stadtbibliothek zum Gespräch

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Rezension 1989 Lieder unserer Heimat.

Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden.


„1989 Lieder unserer Heimat. Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden“, so der neugierig machende Titel eines aktuellen Buchs aus dem Verlag „Glücklicher Montag“ in Leipzig.
Die DDR ist heutigen Jugendlichen nur noch aus Erzählungen oder über Geschichtsbücher zugänglich. Für viele Ostdeutsche ist die untergegangene DDR noch heute ein Lebensgefühl, vererbt durch die Familie. Ein Großteil der Jugendlichen aus den westlichen Ländern weiß dazu kaum etwas. Den meisten ist jedoch die SED-Diktatur ein Begriff.

Der Almanach spiegelt Erinnerungen von den damals jungen Menschen in der DDR wider. Die Vielfalt  der Themen vermittelt einen prägnanten Einblick in das Alltagsleben in dem mit Staatsgrenze abgeschirmten Land.
Themen wie Schule, Abitur, Studium, Umwelt, Freizeit, Frauenrechte, Scheidung, Sport, Kunst und Musik stehen gleichberechtigt neben einander. Der Wehrdienst in der DDR wird in Zusammenhang mit dem Schießbefehl an der Innerdeutschen Grenze gebracht.
In kurzen leicht verständlichen Texten kann sich die Leserschaft sehr gut in das Thema DDR einfühlen. Unterbrochen durch Illustrationen und Liedtexten des Leipziger Cartoonisten und Trickfilmers Schwarwel.
„Der Klub der Intelligenz“, ein witzige Umschreibung für ein Glossar, erklärt wichtige Begriffe aus dem DDR-Alltag.
Die meisten Texte sind eindeutig aus Sicht der Opfer von SED und Stasi geschrieben. Trotz allem gab es  auch ein ganz normales Leben. Genau das, versucht dieses Buch gleichermaßen darzustellen.

Darüber hinaus wird ein Blick auf die friedliche Revolution im Herbst 1989 geworfen. Ebenso bedeutend die Zeit nach dem Ende der DDR: Hier das rote Tuch Treuhand und deren Folgen für Millionen Ostdeutsche. Und der Umbruch, ein Gefühlsrausch zwischen Glück über die Freiheit und Existenzangst gleichermaßen. Das heutige Lebensgefühl wird von dieser Erfahrung mitbestimmt.
Ein Buch zum immer wieder durchblättern, reinlesen und innehalten.

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Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn im Gespräch

Neue Gräben zwischen Ost und West?

Wiederaufkeimendes „Wessi-Bashing“ auf der einen Seite, dezentes Desinteresse auf der anderen: Im Jubiläumsjahr des Mauerfalls erscheinen die innerdeutschen Verhältnisse alles andere als harmonisch. Vor diesem Hintergrund war der Bürgerrechtler und Bundesbeauftragte der Stasi-Unterlagen Roland Jahn am Mittwoch, 16. Oktober, zu einem öffentlichen Gespräch mit dem Journalisten Bastian Wierzioch unter der Überschrift „30 Jahre nach der friedlichen Revolution: Neue Gräben zwischen Ost und West?“ um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg zu Gast.

 

Wir sprachen mit Roland Jahn im Vorfeld der Veranstaltung.

Länge ca. 17 min

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