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    Interview Erich Follath "Jenseits aller Grenzen"

    Die Welt des Ibn Battuta, der Marco Polo des Islam

    Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Islamische Welt. Ibn Battuta, der im 14. Jahrhundert diese Welt bereist, ist die Hauptfigur des Buches. Der Autor stellt der Welt des Islam am Ende des Mittelalters muslimisch geprägte Staaten und Lebensweisen gegenüber. Wichtigste Quelle ist das Reisetagebuch des Ibn Battuta, Rhila genannt. Das Spiegel-Buch, erschienen im DVA Sachbuchverlag, "Jenseits aller Grenzen" öffnet uns kompakt und spannend die Tür zur Welt des Islam. Zum einen ist der vielseitige Kulturreichtum im 14. Jahrhundert zu erleben, zum anderen die zersplitterte islamische Welt in der heutigen Zeit. Absolut lesenswert! Auf der Leipziger Buchmesse 2016 war Zeit für ein Gespräch mit Erich Follath.

     

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Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 bricht für die Nagels eine schwere Zeit an. Politische Verfolgung, Hausdurchsuchungen, Vernichtung seiner Werke durch die SA und GeStaPo.

Nagel schreibt dazu: „Die paar Mark, die ich hatte waren bald verzehrt und eine Tages saß ich wieder wie in früheren Zeiten auf der Stempelstelle und lebte mit meiner Familie von den 17 Mark Arbeitslosenunterstützung die Woche. Ich war isoliert und innerlich völlig aufgewühlt. Es entstanden damals nur wenige Bilder. Das Selbstbildnis von 1933, das sitzende Mädchen aus dem gleichen Jahr und noch ein paar Ölbilder, die in der gleichen Art gemalt sind.“ Kleine Auftragsarbeiten für Freunde und Bekannte. Blumenstücke helfen bis  ca. 1940 über die schwere Zeit.


„Berlin wird ab heute mein Freiluftatelier“ sagt Otto Nagel als er 1934 ein offizielles Malverbot im Atelier und von sozialkritischen Bildern erhält. Straßen, Plätze und Höfe der Berliner Arbeiterbezirke sind die Motive seiner Pastelle. Selbstbildnisse, Kinderbildnisse und Portraits seiner Frau entstehen. Tochter Sybille schreibt Jahre später in einem Artikel, gehalten als Zwiesprache mit ihrem Vater: „Eingeengt durch das Malverbot hinsichtlich der sozialkritischen Themen ist es vor allem die Selbstdarstellung, die Dich trotz allem in der künstlerischen Betätigung Erfüllung finden lässt. Deine Gesichtszüge zeigen Haltung, Entsetzen, Trotz und Verbitterung."

1935 beziehen die Nagels eine Wohnung am Bahnhof Gesundbrunnen, das Atelier erstmals mit einem Fenster. Malen konnte Otto Nagel hier nur wenig. Die GeStaPo kam immer wieder zu Hausdurchsuchungen, zerschlug vieles, zerstörte Bilder, Inhaftierungen. Trotzdem gab es Atelierausstellungen und bis 1941 eine private Malschule. Und schließlich kommt Nagel in das KZ Sachsenhausen. Wieder zu hause entsteht das ‚Selbstbildnis zwei Stunden nach der Entlassung aus dem KZ‘. Der aufrechte Künstler Otto Nagel schaut den Betrachter selbstbewusst und mit ungebrochener politischer Haltung an. Das, obwohl er innerlich ein zerrütteter Mensch ist, wie ein Foto zeigt, was zeitgleich aufgenommen wurde. 27 Werke Nagels aus dem privaten und öffentlichen Raum fallen der Aktion ‚entartete Kunst zum Opfer, u.a. ‚Meine Mutter im Altersheim‘, ‚Arbeiterbrautpaar‘ und Arbeitsnachweis.

1937 bis 1941 immer wieder Flucht. Die Nagels tauchen bei freunden zeitweilig unter. Im Spreewald, in Vitt auf Rügen und Kitzbühl, Tirol. Käthe Kollwitz, Ernst Bethge, der Arzt Dr. Curt Liebknecht, ein Bruder des ermordeten Karl Liebknecht, und Adolf Behne gehörten zu dem kleinen Kreis, der zu ihm hielt.

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Zweiheimisch-Diwan

Live-Vernissage eines Orient-Wiki für Magdeburg / Interkulturprojekte aus Magdeburg präsentieren Lyrik, Kalligrafie zum Mitmachen, Musik, Bücher


Unter dem Titel „Zweiheimisch-Diwan“ luden Magdeburger Interkulturprojekte zum Mitmachen und Feiern ins EineWeltHaus in der Schellingstraße ein. Der „Orient-Wiki für Magdeburg“ sammelt und gestaltet in Zukunft interkulturelle Geschichten und Biografien zwischen Ankommen, Weggehen und Hierbleiben, von Magdeburg bis Indien, von Tatarstan bis in die Börde. Die neue Zweiheimisch-Bibliothek Magdeburg des ICATAT e.V. beherbergt die größte Sammlung tatarischer Bücher  mit etwa 4000 Exemplaren. Darüber hinaus finden sich dort einige tausend Bücher in über einem Dutzend Sprachen.

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Frankreich näher sein … neue Mediathek Institut français

31.01.19. Deutschland und Frankreich verbindet eine lange Freundschaft. Vor 56 Jahren beschloß man diese mit dem Elysée-Vertrag. Vor wenigen Tagen bekräftigte  man das Bestreben nach Freundschaft und guter Nachbarschaft erneut durch den Vertrag von Aachen. Im Rahmen der deutschland- und frankreichweiten Feierlichkeiten eröffnete nun in der Stadtbibliothek die Mediathek Institut français.

Auf 40 m² werden Medien in französischer Sprache angeboten: Zeitgenössische und klassische Literatur, Bücher in leichter Sprache, Comics, Kinderbücher, Bilderbücher, Hörbücher, CDs, DVDs, Sprachlernhilfen, aktuelle Presse, Actionbound-Angebote für Schulklassen.

Regelmäßig gibt es neue Buchempfehlungen zu ausgewählten Themen, Ausstellungen und Veranstaltungen des Institut français.

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10 Jahre Alrahman-kulturelle Erziehung in Magdeburg

Begegnen, aufeinander zugehen und Verständnis entwickeln

Die Alrahman-kulturelle Erziehung für Kinder und Jugendliche wird 10 Jahre.
Die muslimische Gemeinde Magdeburg verfolgt dabei das Ziel, die Kultur der aufnehmenden Gesellschaft und die der eingewanderten Mitbürger in Einklang zu bringen. Dadurch möchte die man einen Beitrag leisten, dem Entstehen von Parallelgesellschaften in Magdeburg und Umgebung entgegen zu wirken. Ebenso will man  ein respektvolles Miteinander in der Schule und im Alltag schaffen.
In der Vergangenheit wurden hier bereits 370 Kinder geschult.
Jeden Samstag kümmern sich 20 ehrenamtliche Mitglieder der Gemeinde um muslimische Kinder und Jugendliche in Magdeburg und Umgebung.

für Demokratie

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Grenzland Sorge im Harz

Deutsch-deutsche Momentaifnahmen

Deutschland ist nun seit 30 Jahren wieder ein Land. Die deutsch-deutsche Teilung Geschichte.  Dennoch ist es uns ein Bedürfnis immer wieder daran zu erinnern, dass es einmal anders war.

Vor einiger Zeit erschien das Buch deutsch-deutsche Momentaufnahmen von Salka Schallenberg. nun wollen wir uns auf den Weg machen, die beschriebenen Orte und Geschichten nachzuempfinden.

 

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Daniel Weißbrodt stellt Zukunftsvision in der Stadtbibliothek vor

Bedingungsloses Grundeinkommen im Jahr 2050

Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 - 2050

 

Bedingungsloses Grundeinkommenn für alle als Alternative zum bisherigen Sozialstaat wird nicht nur in Deutschland seit vielen Jahren diskutiert, zumal es unsicher erscheint, ob auch in Zukunft noch ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sein werden. Daniel Weißbrodt entwirft in seinem Roman den Weg zu einer Gesellschaft, in der jeder ohne Voraussetzungen die Mittel zu einem auskömmlichen Leben bezieht.

Wir trafen den Autor kurz vor seiner Lesung in der Stadtbibliothek zum Gespräch

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Buchmesse 2019 Christian Fuchs Das Netzwerk der Neuen Rechten

Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern.

Die beiden Journalisten Christian Fuchs und Paul Middelhoff sind drei Jahre in das Milieu der Neuen Rechten eingetaucht, haben schonungslos recherchiert, nachgefragt und aufgedeckt. Kein einfaches Unterfangen, hinter den Kulissen der rechten Szene verbirgt sich ein weit gesponnenes Netzwerk. Aus ihrem akribisch geführten und umfassenden Recherche-Dokument ist das Buch „Das Netzwerk der neuen Rechten. Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern“ entstanden, erschienen im März 2019 im Rowolth Verlag.

Wir trafen Christian Fuchs auf der Buchmesse in Leipzig.

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