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In seinen frühen Bildern wendet sich Nagel den Farben zu. 1965 schreibt er in einem Artikel seine Gedanken über eine Welt der frohen Farben, wie er es nennt.

Otto Nagel liebte zum einen das kleine Stückchen Himmel und beobachte die dahin ziehenden Wolken. Freude bereitete ihm eine rote Geranie, die im Wedding auf einem farblosen Fensterbrett stand. Am Sonntag ging der Vater mit seinem Sohn im Wald spazieren. So lernte Otto Nagel die ganze große Schönheit der Natur kennen und erlebte sie innerlich. Unvergessen bleiben die Abende beim Bruder seiner Mutter.  Onkel Adolf machte Lampenschirme. Aus Papier schnitt er Flächen heraus, die mit farbigem Seidenpapier unterklebt wurden.  „Wenn ein Lampenschirm fertig war und über die Petroleumlampe gestülpt wurde, leuchtete das ganze in bengalischer Farbigkeit. Für mich ein unvergessliches Ereignis.“ Nagel liebte die Farbigkeit. Seine ersten Bilder um 1919/20 trugen dies weiter.
Eine Parkwiese mit spielenden Kindern, Blumenrabatten. So malte Nagel seine Sehnsucht. Trotz der Absage von der Hochschule für bildende Kunst geht Otto Nagel seien Weg als Künstler.


1919 lernt er den Architektur- und Kunstkritiker Adolf Behne, der den Arbeitsrat für Kunst leitet, kennen. Anfang 1920 wendet sich Otto Nagel vertrauensvoll an Behne, schickt ihm drei Bleistiftstudien  - Arbeiterportraits – und schreibt dazu: „Bin 25 Jahre alt. Die Skizzen sind teils nach der Natur, teils aus dem Gedächtnis, aber keine Kopien.“

Der junge Mann schreibt Behne von seinem Leben, seinem Versuch als Künstler zu arbeiten, ein Studium auf zunehmen, seiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen, wie er es nennt.
Als Hilfsarbeiter musste er „seiner und seiner Eltern Nahrung wegen tätig sein.“ Nachdenklich stimmt der Satz: „ Meinen Sie,  dass ich vielleicht etwas hätte werden können, wenn ich kein Prolet wäre?“ Adolf Behne zeigte zum ersten Mal Blätter von Nagel auf einer Ausstellung des Arbeitsrates. Ein Förderer und auch ein Freund. 1920 zeigte Nagel einige seiner Bilder in den Ausstellungshallen am Lehrter Bahnhof. Der Kunstkritiker war auch von diesen Bildern sehr angetan.
In der Wohnung von Behne sah Nagel das erste Mal Bilder von August Macke und sagt später: „Ich war beeindruckt von dem sonnigen und freudvollen Inhalt dieser Werke.“ Adolf Behne schenkt Nagel einen Kunstdruck des Bildes ‚Mädchen unter Bäumen‘ von August Macke. „Was da alles passierte. Ein ganz wenig Gelb, ein feines Blauviolett, dann wieder ein hingehauchtes Rot war in die Fläche hinein gewischt, die da durch voller Duft und Lebendigkeit wurde. Ich konnte mich damals an diesem Bild nicht satt sehen.“ So Nagel voller Begeisterung. Gern hätte Nagel auch so malen wollen. Aber seine Welt und seine Gesinnung bestimmten ein anderen Weg. „Eben weil ich die Sonne, die Farbe und die Freude des Lebens bejahte erkannte ich um so deutliche die graue Trostlosigkeit im Leben der Menschen um mich herum.“ Die ersten sozialkritischen Arbeiten entstehen. Nagel sah seine Aufgabe darin, mit schonungsloser Wahrheit eine Ordnung zu entlarven, die den Menschen und Lebensfreude vorenthielt. Kunst soll, wenn nötig, anklagen, aufrufen und auch begeistern.

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weltoffen

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AWO erinnert mit Mahnmal an das unsichtbare Sterben im Mittelmeer

Politik soll sich für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzsetzen.

678 Kinder, die auf der Flucht starben, wurden bereits offiziell gezählt, so der im Juni veröffentlichte Bericht der Internation Organisation für Migration (IOM). Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Häufig sind es nur ihre Schuhe, die angespült an den Küsten des Mittelmeers zurückbleiben.

Kinder auf der Flucht müssten besonders geschützt werden. Sie bräuchten schnelle und unbürokratische Hilfe.
Mit der Aktion am Weltkindertag will man besonders auf Paragraph 22 der UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam machen.  Zudem sind  die Verantwortlichen in der Politik aufgefordert, sich bedingungslos für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzusetzen.

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Drittes Geschlecht im Geburtenregister

Männlich, weiblich, divers 

14.02.19. Seit Januar gibt es ein drittes Geschlecht im Geburtenregister, und es heißt Divers. Doch was bedeutet das für Familie und Gesellschaft? Bei einer Fachtagung haben sich Verbände der Kinder- und Jugendarbeit getroffen, um darüber zu diskutieren.

Den Kern bildeten mehrere praxisnahe Workshops aus verschieden Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit
Die verschiedenen Workshops boten Empfehlungen und Handlungsstrategien zur gendersensiblen Umsetzung der Gesetzesgrundlage.

Im wesentlichen wurden folgnede Herausforderungen an die Gesellschaft benannt.

Fachlich bzw externe Beratung ist notwendig
Es gäbe keine freien Mittel. Alles sei zu lange geplant.
Das gibt es bei uns nicht, deshalb brauchen wir das nicht.
Es fehle Material, Wissen, und die nötige Offenheit.  Mitarbeiter seien überfordert.

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Eingedeutscht - Die schräge Geschichte unserer Integration

Über Vorurteile und Ängste, Eigenarten und Freundschaften

28.03.18.Das Buch „Eingedeutscht. Die schräge Geschichte unserer Integration“ erzählt die Geschichte von Abdul Abassi und Allaa Faham, beide 2012 aus Syrien geflohen, erschienen im April 2018 im Goldmann Verlag.

Nach ihrer Ankunft in Deutschland haben Abdul und Allaa über das Internet versucht ihre Flucht zu verarbeiten und im August 2015 ihren youtube-Kanal GLS, was für German LifeStyle steht, gestartet. Über Kurzfilme konnten sie sich über Themen wie Ankommen in Deutschland und die Integration in den Alltag über das Netz austauschen.

 

zur vollständigen Rezension: Rezension: Eingedeutscht - Die schräge Geschichte unserer Integration

 

 

für Demokratie

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Buchmesse 2019 Christian Fuchs Das Netzwerk der Neuen Rechten

Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern.

Die beiden Journalisten Christian Fuchs und Paul Middelhoff sind drei Jahre in das Milieu der Neuen Rechten eingetaucht, haben schonungslos recherchiert, nachgefragt und aufgedeckt. Kein einfaches Unterfangen, hinter den Kulissen der rechten Szene verbirgt sich ein weit gesponnenes Netzwerk. Aus ihrem akribisch geführten und umfassenden Recherche-Dokument ist das Buch „Das Netzwerk der neuen Rechten. Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern“ entstanden, erschienen im März 2019 im Rowolth Verlag.

Wir trafen Christian Fuchs auf der Buchmesse in Leipzig.

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Daniel Weißbrodt stellt Zukunftsvision in der Stadtbibliothek vor

Bedingungsloses Grundeinkommen im Jahr 2050

Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 - 2050

 

Bedingungsloses Grundeinkommenn für alle als Alternative zum bisherigen Sozialstaat wird nicht nur in Deutschland seit vielen Jahren diskutiert, zumal es unsicher erscheint, ob auch in Zukunft noch ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sein werden. Daniel Weißbrodt entwirft in seinem Roman den Weg zu einer Gesellschaft, in der jeder ohne Voraussetzungen die Mittel zu einem auskömmlichen Leben bezieht.

Wir trafen den Autor kurz vor seiner Lesung in der Stadtbibliothek zum Gespräch

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Erste Berufsbildende Schule in Magdeburg erhält den Courage-Titel

Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Mit einem großen Festakt beging man die Aufnahme in das Courage-Schulnetzwerk. Umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den Schulchor, einen Auftritt der Theaterballettschule, Rap, Poetry Slam und eine Sängerin, außerdem gab es eine Friedensaktion.
Es sei ein wichtiges Signal, dass auch die Berufsbildende Schule ‚Dr. Otto Schlein‘ bewusst ein Zeichen gegen Rassismus und für Courage setzen will, betonte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Maik Reichel. Schon jetzt sei die Schule im Blick auf Demokratieerziehung, Wertevermittlung und Erinnerungskultur sehr aktiv. „Durch die Anerkennung als Courage-Schule wird dieser Ansatz und der Einsatz gegen jegliche Form von Diskriminierung, Extremismus und Gewalt noch einmal deutlich gestärkt“, so der Direktor der Landeszentrale.


Hintergrund:
Mit der aktuellen Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Magdeburg steigt die Zahl der Netzwerkschulen in Sachsen-Anhalt auf insgesamt 145. Als erste Einrichtung im Land wurde 2003 die Sekundarschule „Völkerfreundschaft“ in Köthen in das Netzwerk aufgenommen. Seither ist es kontinuierlich gewachsen. Um die Auszeichnung zu bekommen, müssen sich mindestens 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer dazu verpflichten, gegen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung einzutreten. Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt  die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

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